Kaltfront stürzt Spanien ins Wochenendchaos

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Kaltfront stürzt Spanien ins Wochenendchaos

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Vom Sommermärchen zum Wetterdrama

Der spanische Sommer zeigt sich in diesen Tagen von seiner launischen Seite: Während die einen noch bei brütender Hitze am Strand schwitzen, rüstet sich der Norden für ein ungewöhnlich raues Wochenende. Meteorologen schlagen Alarm – und wer jetzt noch auf stabile Ferienidylle setzt, könnte böse überrascht werden.

Die Hitze weicht – aber nicht überall

Was am Donnerstag begann, setzt sich am Freitag fort: Die Temperaturen purzeln, vor allem im Norden und Nordosten. Während Galicien, Asturien, Kantabrien, das Baskenland und Navarra nur noch Höchstwerte zwischen 21 und 25 Grad erwarten, kämpft der Südosten weiter mit bis zu 35 Grad in der Region Murcia. Gleichzeitig zieht eine DANA – ein Höhentief mit Kaltluft – über die Halbinsel und entfacht dort Gewitter, wo die Schwüle am größten ist. Wie der Wetterdienst Meteored berichtet, liegt die Region Mallorca mit rund 32 Grad zwar immer noch über dem Durchschnitt, doch selbst dort spürt man das Ende der Extremtemperaturen.

Samstag: Eine Kaltfront kommt – und sie hat es in sich

Der Meteorologe José Antonio Maldonado von Meteored warnt vor einer "Borrasca fría", einer Kaltfront, die sich im Atlantik kräftig vertiefen wird und ab Samstag die Halbinsel erreicht. "Ein Frontensystem, das für Ende August äußerst ungewöhnlich ist", so Maldonado. Die Folge: Zahlreiche Niederschläge im Norden und Nordosten, teils kräftig und von Gewittern begleitet. Im Süden bleibt es zunächst trockener, aber die Wolken ziehen auch dorthin. Die Kontraste könnten kaum größer sein: Hier mediterrane Hitze, dort Herbstgewitter.

Sonntag: Die Lage spitzt sich zu

Wer glaubt, das Schlimmste sei überstanden, irrt. Die Störung bleibt vor der Westküste liegen und bestimmt weiterhin das Wetter. Besonders in den nordöstlichen Regionen und auf den Balearen drohen lokal heftige Schauer und Blitzentladungen. Maldonado ergänzt: Nach dem europäischen Wettermodel könnte sich die Störung "in einer Tiefe entwickeln, die für Ende August unangemessen ist". Chubascos, also Starkregen, seien örtlich möglich – eine Warnung, die man ernst nehmen sollte, gerade in Gebieten, die monatelang unter Trockenheit litten.

Vorsicht vor voreiligen Entwarnungen

Natürlich bleibt die Wetterlage unsicher. Maldonado selbst betont, dass die genaue Zugbahn noch nicht in Stein gemeißelt ist. Doch die Tendenz ist eindeutig: Die atlantische Kaltfront fordert den Sommer heraus, und der Norden Spaniens steht vor einem Wochenende, das eher an Oktober als an August erinnert. Wer also noch Reisepläne in den Norden hat, sollte Regenschirm und robuste Laune einpacken. Die Hitze hingegen hält im Südosten – ein Wetter, das für Überraschungen sorgt und zeigt, wie extrem der Klimawandel die Jahreszeiten durcheinanderbringt. Ob sich die Unwetter tatsächlich so heftig entladen, wird sich zeigen – aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.


Quelle: 20minutos.es

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