
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Cosentino erobert den US-Markt
Ein Vorposten namens Montclair
Während andere europäische Konzerne über hohe Energiekosten und schwächelnde Inlandsnachfrage klagen, schreitet ein Unternehmen aus der Provinz Almería unbeirrt voran. Cosentino, Weltmarktführer für Küchenarbeitsplatten aus Quarz- und Porzellanmaterialien, weitet sein Imperium in den USA weiter aus. Die Botschaft ist klar: Wer global wachsen will, kommt an Nordamerika nicht vorbei – und genau dort setzt der spanische Riese nun neue Akzente.
Ein Konzept mit Sogwirkung
Das Herzstück der Expansion bildet die Premiere des Formats „Cosentino Studio" in Montclair, New Jersey. Erstmals überhaupt ist dieses innovative Konzept damit auf US-amerikanischem Boden vertreten. Wer jetzt an ein gewöhnliches Verkaufslager denkt, liegt komplett daneben. Der Konzern setzt auf „immersive Umgebungen", wie das Unternehmen selbst betont. Fachleute und Kunden sollen ihre Projekte nicht länger nur auf Papier oder Bildschirmen sehen, sondern direkt in realistisch gestalteten Räumen erleben. Eine Strategie, die sich sehen lassen kann: Vor Montclair gab es dieses Angebot nur in Girona, Granada, Lima und Brasilia – nun soll der fünfte Standort weltweit auch die anspruchsvollen US-Amerikaner überzeugen.
Aggressiv in die Fläche
Der Vorstoß beschränkt sich keineswegs auf einen einzelnen Standort. Parallel zum Studio in New Jersey entsteht im sonnigen Naples, Florida, ein neuer „Cosentino City" – ein Showroom-Format, das auf Expertengespräche und Materialpräsentationen setzt. Damit steigt die Zahl dieser Standorte in den USA auf beachtliche 13, global sogar auf 44. Doch damit nicht genug: Der Konzern eröffnet in Florida zudem ein „Cosentino Center" mit rund 3.500 Quadratmetern, das Ausstellungsfläche, Büros und Lager kurzerhand unter einem Dach vereint. Diese Zahlen dürften so manchen Wettbewerber blass werden lassen.
Währenddessen werden auch die prestigeträchtigen Häuser in New York und Chicago keineswegs vernachlässigt. Dort erstrahlen die renovierten Räumlichkeiten mit den neuesten Produktserien wie Èclos, Dekton und dem Bestseller Silestone. Die Botschaft an Architekten und Designer lautet unmissverständlich: Wir sind nicht nur präsent, wir sind die Maßstäbe setzende Kraft.
Der Beweis, dass Globalisierung funktioniert
Kritiker, die das Modell der Globalisierung längst für gescheitert halten, bekommen hier eindrucksvoll vor Augen geführt, wie expansives Wachstum außerhalb Europas funktioniert. Der Mutterkonzern mit Sitz im andalusischen Almería erwirtschaftet bereits jetzt weit über 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland und agiert in mehr als 120 Ländern. Das ist das Gegenteil von Provinzialität – das ist ein Angriff auf die Weltmärkte.
Und CEO Eduardo Cosentino gibt die Richtung vor: „Unsere Ambition ist es, weiterhin dort zu wachsen, wo unsere Kunden sind", ließ er verlauten. Dafür sind bis 2028 Investitionen von stolzen 350 Millionen Euro geplant – ein klares Bekenntnis zum internationalen Kurs, vor allem im nordamerikanischen Raum. Wer jetzt noch bezweifelt, dass Spanien Industriegeschichte schreibt, der sollte einen Blick auf die Expansionspläne dieses Familienunternehmens werfen. Der Beweis ist erbracht: Das Kapital fließt in die Zukunft – und es fließt nach Amerika.
Die Informationen basieren auf einer Pressemitteilung des Unternehmens sowie einem Bericht von Europa Press.
Quelle: europapress.es