Bilbao Museum öffnet nach Erweiterung

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Bilbao

Bilbao Museum öffnet nach Erweiterung

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein neues Kapitel für die Kunst

Mit der feierlichen Übergabe des Neubaus hat das Museo de Bellas Artes in Bilbao offiziell seinen Betrieb wieder aufgenommen. Der dritte Gebäudeteil, von den Architekten Norman Foster und Luis María Uriarte entworfen, markiert den Abschluss eines langjährigen Transformationsprozesses. Die Bauarbeiten erstreckten sich über vier Jahre, die Gesamtkosten beliefen sich auf nahezu 45 Millionen Euro.

Die Wiedereröffnung wurde bewusst auf den Tag gelegt, an dem das Museum vor über einem Jahrhundert gegründet wurde. Der neue Atrium-Bereich bot den Rahmen für die Zeremonie, an der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur teilnahmen. Neben dem baskischen Regierungschef Imanol Pradales waren unter anderem die Kulturministerin Ibone Bengoetxea, die Provinzvertreterin Elixabete Etxanobe und Bilbaos Bürgermeister Juan Mari Aburto anwesend.

Kunst als gesellschaftliche Notwendigkeit

In seiner Ansprache betonte Pradales die Bedeutung kultureller Einrichtungen für das Gemeinwesen. Er räumte ein, dass Kunst in der Vergangenheit oft als nachrangig betrachtet worden sei, wenn grundlegende Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder Schulen Priorität genossen. Zugleich würdigte er jene Stimmen, die sich für den Eigenwert der Kunst eingesetzt hätten. Ein Museum wie das Bellas Artes sei heute gleichwertig zu Bildungseinrichtungen zu sehen, da es Raum für Reflexion und künstlerischen Diskurs biete.

Der Regierungschef verwies auf die aktuelle gesellschaftliche Lage, die Kunst als Orientierungshilfe benötige. Die baskischen Institutionen sähen es als ihre Pflicht, Kulturprojekte dieser Größenordnung zu fördern. Ziel sei es, die Kultur in ihrer Bedeutung mit dem Gesundheits- oder Bildungswesen gleichzustellen.

Vertrauen in die Zukunft

Die Kulturministerin Bengoetxea bezeichnete die Erweiterung als Ausdruck von Zukunftszuversicht. Das Haus habe sich stets neu erfunden, die jetzige Erweiterung setze diese Tradition fort. Bürgermeister Aburto würdigte die Entwicklung des Museums als Teil der städtischen Identität, das sowohl international ausgerichtet als auch in der Region verwurzelt sei. Er hob die Zusammenarbeit mit Museumsdirektor Miguel Zugaza hervor, der das Projekt von Beginn an begleitet habe.

Die Provinzvertreterin Etxanobe sprach von einem Gewinn an Raum für Kunstschaffende und Besucher. Kultur sei ein Wirtschaftsfaktor und trage zur Attraktivität des Territoriums bei. Sie betonte den Wert von Museen als Orte der Kontemplation, die dazu beitrügen, gesellschaftliche Unterschiede zu überbrücken.

Ein Raum für Begegnung

Unai Rementeria, Präsident der Stiftung BBK, zeigte sich zufrieden mit dem neuen Ausstellungsbereich, der den Namen seiner Institution trägt. Die Investition habe sich gelohnt, das Projekt entspreche dem Anspruch, Kultur für die Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Eröffnung des Museums, so wie es die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, ist der Höhepunkt eines Projekts, das die Institution für kommende Generationen positionieren soll. Die Verantwortlichen zeigten sich zuversichtlich, dass die Öffentlichkeit das neue Angebot annehmen werde.


Quelle: europapress.es

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