Marbella fordert provisorische A-7-Ausfahrt

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Marbella fordert provisorische A-7-Ausfahrt

von Redaktion2 Min. Lesezeit

A-7-Sperrung sorgt für erhebliche Verkehrsprobleme

Die Stadtverwaltung von Marbella fordert das spanische Verkehrsministerium auf, eine kürzlich geschlossene Ausfahrt der Autobahn A-7 in Richtung Elviria und Las Chapas provisorisch wieder zu öffnen. Hintergrund ist ein Gutachten, das seit der Sperrung im September erhebliche Beeinträchtigungen der Mobilität und der Verkehrssicherheit in dem Gebiet dokumentiert.

Bürgermeisterin: Schließung war einseitig und ohne Absprache

Wie Bürgermeisterin Ángeles Muñoz mitteilte, hat der lokale Regierungsrat am Dienstag beschlossen, einen dringenden Bericht an das Ministerium zu senden. Dieser legt die negativen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und die Sicherheit dar und fordert die vorübergehende Wiederherstellung des Zugangs, bis die geplanten Infrastrukturarbeiten abgeschlossen sind. Muñoz betonte, dass die Schließung „einseitig und ohne vorherige Absprache“ mit der Stadt oder den Anwohnern und Geschäften erfolgt sei.

Die Bürgermeisterin wies zudem darauf hin, dass die ursprüngliche Genehmigung aus dem Jahr 2021 nicht nur die Beseitigung bestimmter Anschlüsse, sondern auch den Bau einer südlichen Service-Straße und die Anpassung des Knotenpunkts Elviria vorsah – Maßnahmen, die bis heute nicht umgesetzt wurden.

Konkrete Missstände und ein Lösungsvorschlag

Bereits am 23. September forderte die Stadt die sofortige Wiedereröffnung, erhielt jedoch keine Antwort. Der nun vorgelegte Bericht, der auf einer Studie der örtlichen Polizei vom 15. Oktober basiert, listet konkrete Probleme auf: Staus auf der Avenida Jardines de la Golondrina, Auffahrunfälle im Bereich der A-7 sowie längere Fahrten durch Wohnstraßen mit nur einem Fahrstreifen pro Richtung und teils marodem Belag. Auch die Sicherheit von Fußgängern in der Nähe von Schulen und Geschäften sei beeinträchtigt, ebenso wie die wirtschaftliche Situation von Hotels, Restaurants und anderen Betrieben in der Region.

„Der Knotenpunkt Elviria muss nun Verkehrsströme aufnehmen, die zuvor über andere Zufahrten verteilt wurden, ohne dafür ausgelegt zu sein“, erklärte Muñoz. Die Situation sei ein gravierendes Problem für den Verkehrsfluss und die Sicherheit.

Als Übergangslösung schlägt die Stadt vor, nur die Ausfahrt von der A-7 auf das städtische Straßennetz wieder zu öffnen, nicht jedoch die Einfahrt auf die Autobahn. Konkret sieht der Plan eine direkte Verzögerungsspur von etwa 95 Metern Länge mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h vor. Diese soll an eine etwa 40 Meter lange städtische Straße anbinden, die zur Kreisverkehr Avenida Víbora Baja führt. Die Wiedereinführung der Auffahrt auf die A-7 wird als zu gefährlich eingestuft und sei nicht Teil des Vorschlags.

Diese Maßnahme solle den Druck auf den Knotenpunkt Elviria verringern, Staus reduzieren und den Anwohnern und Rettungsdiensten wieder bessere Zugrouten ermöglichen, so die Hoffnung der Stadtverwaltung. Wie die Zeitung Diario Sur berichtet, bleibt abzuwarten, ob das Ministerium dem Antrag der Stadt folgt.


Quelle: europapress.es

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