
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Kokain in Koffern: Haftstrafe bestätigt
Justiz lässt keine Zweifel
Wer Drogen nach Spanien schmuggeln will, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Das zeigt ein aktuelles Urteil des Obersten Gerichtshofs von Andalusien (TSJA). Die Richter bestätigten die Verurteilung eines Mannes zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis. Seine Masche: Er hatte Kokain in den verstärkten Wänden seiner Koffer versteckt.
Dreiste Masche mit doppeltem Boden
Die Geschichte klingt wie aus einem Kriminalfilm, ist aber traurige Realität. Im Oktober 2025 landete der Mann am Flughafen Málaga-Costa del Sol. Sein Flug kam aus Casablanca, davor war er in São Paulo gestartet. Genau diese Route macht misstrauisch – und die Beamten der Nationalpolizei ließen sich nicht täuschen.
Bei der Gepäckkontrolle fiel den Polizisten auf: Die Koffer des Reisenden wirkten ungewöhnlich robust. Die Verstärkungen an den Seiten waren dicker als üblich und schlichtweg unverhältnismäßig. Der Verdacht bestätigte sich schnell. Die Verstärkungen waren hohl und enthielten ein weißes Pulver.
42.000 Euro im illegalen Marktwert
Die Bilanz: 453,30 Gramm Kokain im aufgegebenen Koffer, weitere 258,60 Gramm im Handgepäck. Insgesamt 711,90 Gramm der Droge. Eine Menge, die klar auf Handel schließen lässt. Im illegalen Markt hätte das Pulver einen Wert von rund 42.820 Euro gehabt. Die Staatsanwaltschaft ging von der Absicht aus, die Substanz zumindest teilweise zu verkaufen.
Die erste Instanz, die Audiencia von Málaga, verurteilte den Mann wegen eines Verbrechens des Drogenhandels mit Substanzen, die schwere Gesundheitsschäden verursachen. Das Gericht verhängte nicht nur die Gefängnisstrafe, sondern auch eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Die Drogen wurden beschlagnahmt und vernichtet.
Verteidigung scheitert komplett
Die Verteidigung wollte das nicht hinnehmen und legte Revision ein. Doch der TSJA wischte alle Argumente vom Tisch. Die Richter machten deutlich: Es sei offensichtlich, dass das Reisen mit dieser Kokainmenge als Förderung des illegalen Konsums zu werten sei. Die Entscheidung ist ein klares Signal an alle, die auf die Idee kommen, Spanien als Drogenschmuggelroute zu nutzen.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, ließ das Gericht keine Zweifel an der rechtlichen Bewertung des Falls. Wer mit solchen Mengen erwischt wird, kann nicht mit Milde rechnen.
Quelle: europapress.es