Wie Marbella seine Wassersicherheit gewährleistet

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Marbella

Wie Marbella seine Wassersicherheit gewährleistet

von Redaktion

Die Verwaltung in Marbella und die Regionalregierung von Andalusien haben ihre Zusammenarbeit intensiviert, um die Versorgung mit Trinkwasser auch in Krisenfällen sicherzustellen. Im Fokus steht dabei ein abgestimmtes Notfallmanagement für Extremwetterlagen, wie aus einem gemeinsamen Termin am Stausee La Concepción hervorging.

Abstimmung für den Notfall

Wie der für den Bereich zuständige Stadtrat, José Eduardo Díaz, erläuterte, habe ein jüngstes Unwetter gezeigt, wie wichtig vorausschauende Planung ist. „Eine angemessene Planung und eine effektive Zusammenarbeit ermöglichen es, zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen zu treffen – etwa zu kontrollierten Wasserabflüssen oder zur Reinigung von Flussläufen“, so Díaz. Diese Koordination werde durch einen städtischen Krisenstab gebündelt, dem nun auch die Leiterin des Betriebs für das Westliche Costa-del-Sol-Wassersystem, Virginia Sanjuán, angehört.

Ihre Arbeit sei, so Díaz weiter, nicht nur für die reguläre Versorgung, sondern entscheidend für das Management bei Hochwassergefahren. Die Stadt habe zudem mit dem Betrieb zusammengearbeitet, um Flussbetten zu reinigen. Staudämme wie La Concepción seien „Schlüsselinfrastrukturen und ein Teil unserer Stadt“.

Ein komplexes, vernetztes System

Virginia Sanjuán erläuterte gegenüber den Medien die Funktionsweise des hydraulischen Systems. Es vereint Ressourcen aus den Stauseen von Río Verde, Guadalmansa, Guadalmina und Guadaiza mit der Entsalzungsanlage in Marbella und Brunnen in Fuengirola. „All dies bildet einen gemeinsamen Wasserpool, der für die Verteilung an die Gemeinden verwaltet wird“, erklärte sie. Die Bewirtschaftung des La-Concepción-Reservoirs erfordere eine tägliche, genaue Kontrolle, die auf dem Gleichgewicht zwischen Zufluss und Verbrauch basiere. „Man muss sicherstellen, dass kein Wasser fehlt und eine rationelle Nutzung der Ressource gewährleisten.“

Vorsorge bei fast voller Kapazität

Derzeit ist der Stausee zu 96 Prozent gefüllt – eine nach Angaben Sanjuáns „günstige Situation“, die dennoch präventives Management erfordert. Es gelte, die Sicherheitsniveaus in einer komplexen Infrastruktur aufrechtzuerhalten, die mechanische, elektrische und hydraulische Anlagen sowie kritische Elemente wie Leitungsgräben, Stromnetze und Pumpstationen umfasst. Diese seien besonders in Dürreszenarien von großer Bedeutung. Das langfristige Ziel der verstärkten Kooperation bleibt klar: Die Wassersicherheit für die rund elf Gemeinden der Region zu gewährleisten, bevor eine Krise eintritt.

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