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Marbella plant Großprojekt mit 395 Sozialwohnungen
Urbanistische Weichenstellung in El Realejo
Die Stadtverwaltung von Marbella hat den Weg für ein bedeutendes städtebauliches Projekt freigemacht. Auf einer Fläche von 75 Hektar im Gebiet El Realejo, gelegen zwischen Río Real und dem Hospital Costa del Sol, soll ein neues Quartier entstehen. Das Vorhaben umfasst nach Angaben der Stadtverwaltung den Bau von insgesamt 1.162 Wohneinheiten.
Schwerpunkt auf gefördertem Wohnraum
Ein zentraler Bestandteil der Planungen sind 395 Wohnungen, die als preisgebundener, geförderter Wohnraum (viviendas protegidas) errichtet werden sollen. Dies wurde von Bürgermeisterin Ángeles Muñoz nach einer Sitzung des lokalen Regierungsausschusses bekannt gegeben. Neben den Wohngebäften sind auch eine touristische Zone mit Hotelkapazitäten sowie die Bereitstellung von 35.000 Quadratmetern Fläche für kommunale Einrichtungen durch die Grundstückseigentümerin vorgesehen. Wie Muñoz weiter ausführte, gibt es bereits Anfragen von Interessengruppen, auf Teilen der Fläche ein "Coliving"-Konzept zu realisieren.
Beschleunigtes Verfahren beantragt
Um die Umsetzung zu beschleunigen, hat die Stadtverwaltung die "tramitación de urgencia" – eine Dringlichkeitsbehandlung – für das Projekt beantragt. Ziel ist die Aufnahme in die "Unidad Aceleradora de Proyectos" (UAP) der regionalen Junta de Andalucía. Dieses Instrument soll die Prüfungsprozesse verkürzen, wie die Bürgermeisterin erläuterte. Voraussetzung für die Aufnahme sind unter anderem mindestens 250 geförderte Wohnungen und eine geplante Realisierungszeit von unter fünf Jahren. Die promotora, die Bauträgergesellschaft, strebt eine Bauzeit von drei Jahren an.
Chronologie der Planung
Die Grundlagen für das Projekt wurden in den vergangenen Jahren geschaffen. Im September 2020 legte die andalusische Regionalregierung eine strategische Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Das Marbellaer Stadtparlament billigte den Bebauungsplan für El Realejo zunächst im Dezember 2023. Der Prozess läuft derzeit und wartet noch auf einen abschließenden Bericht der Verkehrsbehörden. Im Juli 2024 wurden nach Angaben der Stadt Mängel im Antrag behoben. Auf Basis einer geänderten Regelung der Junta von Februar 2025, die geförderten Wohnbau beschleunigen soll, stellte die Bauträgergesellschaft im Mai diesen Jahres den Antrag auf Dringlichkeitsfeststellung, dem die Stadt mit einem positiven technischen Gutachten am 21. Mai zustimmte.
Zweites Wohnbauprojekt in Arias de Velasco
Parallel zu den Großplänen in El Realejo verwies die Bürgermeisterin auf ein weiteres Wohnbauvorhaben. Auf einem kommunalen Grundstück an der Avenida Arias de Velasco sollen etwa einhundert geförderte Wohnungen entstehen, die vorrangig für junge Menschen gedacht sind. Die Wohnungsgrößen werden zwischen 50 und 90 Quadratmetern liegen. Das Projekt sieht zudem Büroflächen, Geschäfte, Dienstleistungseinrichtungen, rund 300 Parkplätze sowie öffentliche Grünflächen vor. Teile der historischen Wasserbehälter auf dem Gelände sollen als Kulturerbe erhalten bleiben. Die städtischen Planungen sehen vor, das Verfahren bis zum ersten Quartal 2027 abzuschließen, die Gesamtbauzeit wird auf 30 bis 36 Monate veranschlagt.
Quelle: malagahoy.es