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Marbella plant neue Sozialwohnungen im Zentrum und Osten
Zwei neue Stadtentwicklungsprojekte sollen die Wohnungssituation in einer der bekanntesten Städte an der Costa del Sol verbessern. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, handelt es sich um eines der zentralen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.
Strategische Projekte für bezahlbares Wohnen
Bürgermeisterin Ángeles Muñoz hat nach einer Sitzung des Stadtrats Details zu den Vorhaben bekannt gegeben. Das Ziel ist klar: Mehr geförderte Wohnungen schaffen und gleichzeitig verschiedene Stadtteile weiterentwickeln. „Wir beschleunigen strategische Maßnahmen, die mit dem Zugang zu Wohnraum verknüpft sind“, sagte Muñoz und verwies auf die hohe Nachfrage.
Das erste und weitaus größere Projekt entsteht im östlichen Stadtteil Marbella Este, genauer in der Gegend El Realejo zwischen Río Real und dem Universitätsklinikum Costa del Sol. Auf einem etwa 75 Hektar großen Areal sind nicht nur Wohnungen geplant. Das Vorhaben sieht insgesamt 1.126 Wohneinheiten vor, von denen 395 dem geförderten Sozialwohnungsbau (Vivienda de Protección Pública, VPP) zugerechnet werden. Zusätzlich entstehen Hotelanlagen und rund 35.000 Quadratmeter öffentliche Einrichtungen, die an die Stadt übergeben werden.
Beschleunigte Verfahren und historische Elemente
Ein besonderer Vorteil für das Realejo-Projekt: Es soll in die „Projekt-Beschleunigungs-Einheit“ der Regionalregierung von Andalusien aufgenommen werden. Dieses Instrument halbiert laut Muñoz die Fristen für Gutachten und beschleunigt Verwaltungsverfahren erheblich. Die Planungen laufen bereits seit September 2020. Obwohl die Aufnahme in das Programm eine Bauverpflichtung innerhalb von fünf Jahren vorsieht, hofft der Bauträger, die Arbeiten in nur drei Jahren abschließen zu können.
Das zweite Projekt findet im Herzen Marbellas statt. Auf dem Gelände der ehemaligen hydraulischen Anlagen in der Avenida Arias de Velasco soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Stadt möchte hier 100 geförderte Wohnungen hauptsächlich für junge Menschen realisieren, mit Größen zwischen 50 und 90 Quadratmetern. Als besonderes Detail wird ein Teil der alten Wasserbehälter als kulturelles Erbe erhalten bleiben.
Investitionen und Entlastung für den Stadtkern
Neben den Wohnungen sind auf dem städtischen Grundstück (ca. 5.100 m²) auch Gewerbeflächen, Büros und ein öffentlich zugänglicher Bereich mit Grünflächen und neuen Sitzgelegenheiten geplant. Ein großer Vorteil für die oft überlastete Innenstadt: Es werden 200 Parkplätze geschaffen. Die Hälfte ist für die Bewohner der neuen Wohnungen reserviert, die andere Hälfte steht als günstige Kurzzeitparker (1 Euro für 12 Stunden) zur Verfügung.
Die Investition für dieses zentrale Projekt wird auf 12 bis 19 Millionen Euro geschätzt. Die bürokratische Abwicklung soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, die Bauzeit selbst wird auf 2,5 bis 3 Jahre veranschlagt. Beide Projekte zusammen werden Marbella damit insgesamt 495 neue Sozialwohnungen bringen und gleichzeitig neue Impulse für die städtebauliche Entwicklung setzen.
Quelle: diariosur.es