Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Málagas Hypothekenmarkt erreicht Februar-Hoch
Die Provinz Málaga erlebte im vergangenen Februar einen deutlichen Aufschwung im Hypothekengeschäft. Mit 2.197 neu registrierten Wohnungsbauhypotheken wurde nicht nur ein Plus von 36 Prozent gegenüber Februar 2023 erreicht, sondern auch der beste Februar seit 2010, wie Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) zeigen.
Historische Vergleichswerte und wirtschaftliche Belastung
Die aktuellen Zahlen sind die höchsten für einen Februar in den letzten 16 Jahren. Ein noch stärkerer Monat liegt weit zurück: Im Februar 2010, kurz nach dem Platzen der Immobilienblase, wurden 2.358 Hypotheken registriert. Die heutige Dynamik bedeutet jedoch eine deutlich höhere finanzielle Belastung für Käufer. Die durchschnittliche Kreditsumme schnellte auf 259.884 Euro – ein Plus von 21,4 Prozent. Verglichen mit 2016, als der Mittelwert noch rund 106.000 Euro betrug, hat sich die Summe fast verdoppelt.
Auch im landesweiten Vergleich folgt Málaga der Trend: Spanien verzeichnete im Februar insgesamt 45.563 Hypotheken, den höchsten Wert für diesen Monat seit 2011 und ein Plus von 16,3 Prozent. Damit steigt die Zahl landesweit seit 20 Monaten ununterbrochen.
Regionale Unterschiede und dominierende Kreditart
Innerhalb Spaniens waren die stärksten prozentualen Zuwächse im Februar in Madrid (36,9%), Castilla-La Mancha (29,5%) und Andalucía (24,7%) zu finden. In anderen Regionen wie Extremadura (-17,3%) ging die Zahl sogar zurück.
Experten von Immobilienportalen wie pisos.com weisen darauf hin, dass der durchschnittliche Festzinssatz aktuell bei 2,88 Prozent liegt – ein leichtes Plus gegenüber dem Vormonat, aber unter 3 Prozent für den zehnten Monat in Folge. Festzinshypotheken bleiben mit rund 66 Prozent aller Neuanträge dominant.
Prognose: Expansion könnte sich moderieren
Mehrere Marktanalysten sehen jedoch Anzeichen für eine mögliche zukünftige Moderation des Wachstums. Der Direktor von Idealista Hipotecas, Juan Villén, prognostiziert eine leichte Abschwächung im Jahresverlauf mit einem klaren Kostenanstieg ab dem zweiten Quartal. Maria Matos, Sprecherin von Fotocasa, erklärt, dass der Markt eine expansive Phase durchläuft, bevor der Europäische Zentralbank (EZB) mögliche Zinsanpassungen vornehmen könnte. Banken würden bereits ihre Preise und Konditionen adjustieren. Das hohe Tempo der Hypothekenvergabe könnte sich daher bald nicht nur aufgrund sich verschärfender Finanzierungsbedingungen, sondern auch wegen der bereits sehr hohen Immobilienpreise selbst verlangsamen.