Munch und Picasso treffen in Málaga aufeinander

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Málaga

Munch und Picasso treffen in Málaga aufeinander

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Zweistöckige Schau vereint über 100 Werke

Das Museo Picasso Málaga eröffnet an diesem Freitag seine neue Sonderausstellung „Munch-Picasso". Die Schau versammelt mehr als hundert Gemälde, Grafiken und Zeichnungen der beiden Künstler Edvard Munch und Pablo Picasso. Die Exponate stammen aus dem Munchmuseet in Oslo sowie aus zahlreichen weiteren internationalen Sammlungen.

Zur Eröffnung veranstaltet das Museum am Freitagvormittag ab 9:30 Uhr eine Fachtagung. Diese richtet sich an Kunstschaffende, Kulturinteressierte und Studierende. Unter den Referenten befinden sich die Kuratorin Paloma Alarcó sowie Trine Otte Bak Nielsen vom Munchmuseet Oslo. Zudem sprechen die beiden Professoren der Universität Málaga, María Jesús Martínez Silvente und Eugenio Carmona. Die Beiträge behandeln unter anderem die Rolle von Frauen im Leben und Werk beider Künstler sowie die künstlerischen Verbindungen zwischen Munch und Picasso.

Sieben Sektionen auf zwei Ebenen

Die Ausstellung ist in sieben thematische Bereiche gegliedert, die sich auf zwei Etagen verteilen. Im Obergeschoss steht ein biografischer Rundgang im Mittelpunkt. Er beginnt mit Selbstporträts, in denen beide Künstler ihre künstlerische Identität ausloten. Die Sektion „Frente a la muerte" widmet sich dem Einfluss von Krankheit und familiären Verlusten auf ihre Lebenswege.

Weitere Bereiche thematisieren das Nachtleben in Cafés und Kabaretts sowie die widersprüchliche Darstellung von Frauen. Der Abschnitt „Amor-dolor" beleuchtet die intensiven Liebesbeziehungen der Künstler und die Verarbeitung von Gefühlen wie Leidenschaft, Eifersucht und Verzweiflung.

Im Erdgeschoss stehen zwei weitere Themen im Fokus: „Desnudos" zeigt, wie Munch und Picasso den menschlichen Körper neu definierten und sich von klassischen Idealen lösten. Den Abschluss bildet „Alegría de vivir", in dem der nackte männliche Körper als Symbol für Vitalität und Freiheit erscheint.

Kuratorin spricht von unmöglichem Dialog

Die Ausstellungsmacherin Paloma Alarcó beschreibt das Konzept als Begegnung zweier Künstler, die sich nie persönlich kennengelernt haben. Der fiktive Dialog basiere auf gemeinsamen Themen und stilistischen Ähnlichkeiten. Beide hätten an der Oberflächengestaltung experimentiert und Bilder ständig neu verarbeitet.

Die Schau wurde vom Museo Picasso Málaga gemeinsam mit dem Munchmuseet Oslo und der Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso organisiert. Gefördert wird sie von der Fundación Unicaja. Als Leihgeber fungieren unter anderem die Albertina in Wien, das Museo Reina Sofía in Madrid, das Musée Picasso in Paris und das Museum of Modern Art in New York.

Didaktischer Raum und Audioguide ergänzen das Angebot

Ein begleitender didaktischer Raum bietet biografische Informationen zu beiden Künstlern. Zudem steht ein zweisprachiger Audioguide auf Spanisch und Englisch zur Verfügung. Die regulären Eintrittskarten kosten ab 13 Euro, ermäßigte Tarife sind erhältlich.


Quelle: europapress.es

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