
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
DNA-Sammelstelle in Sevilla verzeichnet weniger Angehörige
Rückgang am zweiten Tag
Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem schweren Zugunglück zwischen Mora und Urda in der Provinz Toledo Angehörige vermissen, hat in Sevilla abgenommen. Rosa Reina, Sprecherin der Guardia Civil für Sevilla und Andalusien, bestätigte am Donnerstag, dass die Frequenz an der eingerichteten Anlaufstelle in der Avenida de la Borbolla gesunken sei. „Es sind weniger als gestern, aber sie kommen weiterhin“, präzisierte sie gegenüber Journalisten.
Ablauf der Probenentnahme
Die Behörden haben die Sammelstelle eingerichtet, um DNA-Proben von Angehörigen zu nehmen und offizielle Vermisstenanzeigen aufzunehmen. Wie die Sprecherin erläuterte, werden dabei auch sogenannte Ante-Mortem-Daten erfasst. Dazu gehören Informationen über besondere körperliche Merkmale wie Tätowierungen oder Narben, die bei der späteren Identifizierung helfen können.
Die Entnahme der genetischen Proben erfolgt laut Reina mit einem speziellen Kit. Dabei werde ein Wattestäbchen an der Innenseite der Wange gerieben. Die so gewonnene Probe wird auf einer FTA-Karte fixiert, in einen Umschlag gegeben und versiegelt. Unter Einhaltung der Beweiskette werden die Proben täglich zum Kriminaltechnischen Dienst nach Madrid transportiert. Dort werden sie mit den forensischen Befunden der geborgenen Leichen und Leichenteile abgeglichen.
Transport und Öffnungszeiten
Die am Mittwoch gesammelten Proben sind bereits am Donnerstagmorgen in die Hauptstadt gebracht worden, um den Abgleich zu beschleunigen. Die Anlaufstelle an der Avenida de la Borbolla bleibt vorerst bis einschließlich Freitag geöffnet. Die Öffnungszeiten sind von 9:00 bis 15:00 Uhr und von 16:00 bis 21:00 Uhr. Die Sprecherin versicherte, dass alle Personen, die erscheinen, auch betreut werden. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, bleibt die Stelle so lange aktiv, wie Bedarf besteht.
Quelle: europapress.es