
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
137 Migranten vor Gran Canaria gerettet
Erneuter Einsatz im Atlantik
Die Migrationsroute über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln bleibt einer der gefährlichsten Wege nach Europa. In der Nacht zum Donnerstag hat die spanische Seenotrettung (Salvamento Marítimo) erneut einen mit Menschen überladenen Holzboot-Typ, ein sogenanntes Cayuco, in den Gewässern nahe Gran Canaria ausfindig gemacht und an Land gebracht.
Nach Angaben des Notfallkoordinierungszentrums der Kanarischen Inseln (112) befanden sich 137 Migranten an Bord des Bootes. Die Einsatzkräfte brachten die Geretteten zunächst zum Hafen von Arguineguín in der Gemeinde Mogán im Süden der Insel. Dort übernahm ein medizinisches Team die Erstversorgung der Ankommenden. Bei sieben Personen war der Zustand so kritisch, dass sie umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Zu Art und Schwere der Verletzungen oder Erkrankungen machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben.
Zwei Ankünfte innerhalb weniger Stunden
Der nächtliche Einsatz ist Teil einer Häufung von Ankünften in der Region. Bereits in der Nacht zuvor hatte die Seenotrettung ein weiteres Boot mit zwölf Migranten an Bord in der Nähe der gran-canarischen Küste aufgegriffen. Damit sind innerhalb von rund 24 Stunden insgesamt 149 Menschen auf die Insel gebracht worden.
Während die Behörden die Zahlen registrieren und die medizinische Versorgung organisieren, verdeutlichen die Ereignisse die anhaltende Belastung für die Rettungskräfte und die Aufnahmeeinrichtungen auf den Kanaren. Die Inselgruppe bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für Boote, die von der afrikanischen Westküste ablegen. Wie das Nachrichtenportal Europa Press unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtet, konzentriert sich die Seenotrettung weiterhin auf die intensiv überwachte Seeregion zwischen der afrikanischen Küste und dem Archipel.
Quelle: europapress.es