Baskenland plant 593 neue Polizeistellen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Vitoria Gasteiz

Baskenland plant 593 neue Polizeistellen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Einigung auf Rekord-Einstellungsoffensive

Während andere Regionen über Personalabbau diskutieren, schlägt das Baskenland den entgegengesetzten Weg ein: Mit einer gebündelten Kraftanstrengung will die Regionalregierung die Sicherheitskräfte massiv verstärken. Die siebte gemeinsame Offensive dieser Art umfasst insgesamt 593 Positionen für den Polizeidienst – ein deutliches Signal, dass Sicherheit in Euskadi Priorität genießt.

Zwei Säulen, ein Ziel: Die Strategie der baskischen Polizei

Die Aufteilung der neuen Stellen folgt einem klaren Muster: Während die Ertzaintza mit 430 neuen Kräften das Rückgrat der regionalen Sicherheitsarchitektur stärkt, sollen 163 zusätzliche Beamte die kommunalen Polizeien in insgesamt 37 Gemeinden unterstützen. Diese Verteilung ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer durchdachten Personalpolitik: Die Behörden wollen die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Polizeieinheiten von Beginn an fördern.

Wie der baskische Sicherheitsminister Bingen Zupiria bei der Vorstellung des Plans erläuterte, liegt der Fokus auf einem koordinierten Vorgehen. Die Neuankömmlinge werden nicht nur einzeln ausgebildet, sondern von Anfang an auf eine gemeinsame Einsatzphilosophie eingeschworen. Die Ausbildung in der Polizeiakademie Arkaute wird dabei zum Schmelztiegel der verschiedenen Einheiten. Zupiria betont, dass die veränderte Sicherheitslage eine Anpassung der Ausbildung erfordere – man wolle nicht auf gestrige Bedrohungen reagieren, sondern auf die von morgen vorbereitet sein.

Kommunale Unterstützung für das Großprojekt

Die Präsidentin des baskischen Gemeindeverbands EUDEL, Esther Apraiz, begrüßt die Initiative als essenziell für die kommunale Sicherheitsarbeit. In ihren Augen geht es nicht nur um die reine Aufstockung des Personals, sondern auch um den dringend benötigten Generationswechsel in den örtlichen Polizeidienststellen. Die gemeinsamen Auswahlverfahren ermöglichten es, die Kooperation der Sicherheitskräfte schon im Ausbildungsprozess zu verankern – ein Effekt, der letztlich der gesamten Bürgerschaft zugutekomme.

Hürdenlauf mit Aussicht auf Dauerbeschäftigung

Die Anforderungen an Bewerber sind anspruchsvoll: Das Alter muss zwischen 18 und 38 Jahren liegen, ein Schulabschluss auf Bachelorniveau oder eine gleichwertige Qualifikation wird vorausgesetzt. Das Auswahlverfahren selbst ist ein mehrstufiger Hindernislauf, der von psychologischen Tests über sportliche Prüfungen bis hin zu persönlichen Interviews reicht. Wer alle Hürden nimmt und zu den Glücklichen gehört, die einen der begehrten Plätze ergattern, erwartet eine intensive Zeit: Neun Monate Ausbildung an der Akademie in Arkaute, gefolgt von praktischen Einsätzen in den verschiedenen Polizeiwachen.

Die Bewerbungsfrist startet am 30. Oktober und läuft für 20 Werktage. Interessierte müssen ihre Unterlagen elektronisch über das öffentliche Beschäftigungsportal der baskischen Regierung einreichen. Die Initiative mit einer Laufzeit bis 2030 zielt darauf ab, den Personalbestand der Ertzaintza langfristig auf 8.000 Kräfte zu bringen und dieses Niveau dauerhaft zu sichern, wie die Behörden mitteilen.


Quelle: europapress.es

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