Urnenbestattungen legen in Vitoria weiter zu

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Vitoria Gasteiz

Urnenbestattungen legen in Vitoria weiter zu

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Urnenbestattungen dominieren in Vitoria

Auf den kommunalen Friedhöfen von Vitoria-Gasteiz setzt sich ein langfristiger Trend fort: Die Beisetzung von Urnen hat die traditionellen Sargbestattungen nicht nur überholt, sondern der Abstand wächst weiter. Wie die Stadtverwaltung im Rahmen ihres Jahresberichts mitteilte, entfielen zwischen Oktober 2025 und September 2026 rund 55 Prozent aller Inhumierungen auf Urnenbestattungen, während Sargbeisetzungen nur noch knapp 45 Prozent ausmachten.

Insgesamt registrierten die Friedhöfe Santa Isabel und El Salvador in diesem Zeitraum 1.186 Beisetzungen – ein Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon waren 653 Urnenbestattungen und 533 klassische Erdbestattungen. Besonders deutlich wird der Wandel im Vergleich zu vor zehn Jahren, als Urnen lediglich 37,3 Prozent aller Beisetzungen ausmachten.

Stadt investiert in Infrastruktur

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Verantwortlichen vermeldet, dass die Urnenbeisetzungen die traditionellen erstmals übertrafen. "Heute können wir bestätigen, dass sich dieser Trend verfestigt und die Differenz weiter zunimmt", erklärte die zuständige Stadträtin Miren Fernández de Landa bei der Vorstellung des Berichts, die bewusst kurz vor Allerheiligen erfolgte.

Die Kommune reagiert auf die veränderten Bestattungsgewohnheiten mit gezielten Investitionen. Allein in diesem Jahr flossen rund 775.000 Euro in die Sanierung von Nischen und die Neugestaltung zweier Bereiche des Friedhofs El Salvador. Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode wurden zudem 256 neue Kolumbarien errichtet, weitere Nischenanlagen instand gesetzt und die Fläche für muslimische Bestattungen erweitert.

Nach Angaben der Stadträtin stehen in den kommenden Jahren weitere Sanierungsarbeiten an, insbesondere in den zentral gelegenen Nischenblöcken von El Salvador. Auch die Sicherheitsausstattung für Beschäftigte, die Wartungsarbeiten in der Höhe durchführen, soll schrittweise verbessert werden.

Vorbereitungen für Allerheiligen

Für das bevorstehende Allerheiligenfest hat die Stadt ihr übliches Programm aufgelegt: Parkplatzflächen am Friedhof El Salvador wurden hergerichtet, die öffentlichen Toiletten werden zwischen dem 28. Oktober und dem 2. November verstärkt gereinigt, zusätzlich stehen sieben mobile Sanitärkabinen bereit. An den Tagen vor dem Feiertag ist eine zusätzliche Müllabfuhr eingeplant, und die örtliche Polizei unterstützt die Verkehrsregelung rund um den 1. November.

Auch der Nahverkehr wird aufgestockt: Die Buslinie zum Friedhof El Salvador fährt am 30. und 31. Oktober im Halbstundentakt, an Allerheiligen selbst sogar alle 15 Minuten. Die Abfahrten erfolgen von der Straße Prado aus, die vollständigen Fahrpläne sind auf der städtischen Website abrufbar.

Fernández de Landa dankte abschließend dem Friedhofspersonal und allen beteiligten Diensten für ihre Arbeit. Der tägliche Umgang mit trauernden Familien erfordere nicht nur Professionalität, sondern auch viel Einfühlungsvermögen: "Die Art und Weise, wie Menschen in solchen Momenten empfangen und begleitet werden, ist von großer Bedeutung."


Quelle: europapress.es

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