Marbella: Millionen-Renovierungen für zwei Luxushotels

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Marbella: Millionen-Renovierungen für zwei Luxushotels

von Redaktion

Die lokale Regierung von Marbella hat in ihrer jüngsten Sitzung zwei bedeutende Investitionsvorhaben in der Hotellerie formal abgesegnet. Mit einem Gesamtvolumen von 17,69 Millionen Euro zielen die Projekte auf die umfassende Renovierung und Aufwertung etablierter Hotels ab und unterstreichen den anhaltenden Modernisierungskurs an der Costa del Sol.

Genehmigte Projekte: Senator und Guadalmina im Fokus

Das erste Vorhaben betrifft das Senator Marbella Hotel, das nach einer geplanten Renovierung im Wert von 12,88 Millionen Euro künftig von der Hotelkette Meliá betrieben werden soll. Wie aus den Beschlussvorlagen hervorgeht, hatte das Gremium lediglich die Erfüllung einer letzten Auflage abzuwarten, bevor es das bereits vorliegende Projekt endgültig freigab.

Das zweite, ebenfalls genehmigte Projekt konzentriert sich auf das Hotel Guadalmina. Die Eigentümergesellschaft Hotel Investment Partners (HIP) – zu 65 Prozent im Besitz des US-Investmentriesen Blackstone – plant hier die Umwandlung in ein Fünf-Sterne-Luxushotel. Die nun beschlossene Planänderung sieht eine zusätzliche Investition von 4,81 Millionen Euro vor. Ein erster, weitaus größerer Investitionsbeschluss über 55 Millionen Euro für dieses “Guadalmina Spa & Golf Resort” war bereits im Mai 2023 durch den Stadtrat erfolgt. Dieses ursprüngliche Konzept sah unter anderem eine Flächenvergrößerung um 1.220 Quadratmeter und 70 zusätzliche Zimmer vor, was die Zimmerkapazität des 1959 erbauten Hauses auf 250 erhöht.

Strategischer Kontext: Blackstone-Portfolio und Börsenpläne

Die Investition in das Guadalmina erfolgt in einem bemerkenswerten unternehmerischen Umfeld. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, bereitet Blackstone derzeit den Börsengang von Hotel Investment Partners vor, nachdem zuvor ein direkter Verkauf an den singapurischen Staatsfonds GIC erwogen worden war. GIC hatte erst 2024 einen Minderheitsanteil von 35 Prozent an HIP erworben.

HIP verfügt über ein Portfolio von rund 70 Hotels, vornehmlich in Spanien, aber auch in Griechenland, Italien und Portugal. In der Provinz Málaga kontrolliert die Gesellschaft über das Guadalmina hinaus fünf weitere Häuser: das Barceló Marbella, das Mett Hotel & Beach Resort in Estepona, das Occidental Torremolinos Playa, das NH Málaga und das AC Málaga Palacio.

Wirtschaftliche Impulse und kommunale Begleitprojekte

Der Sprecher der Stadtregierung, Félix Romero, kommentierte die Hotelinvestitionen als Zeichen für die Attraktivität Marbellas im globalen Tourismusmarkt. “Projekte dieses Kalibers sind ein Indikator für die Position der Gemeinde innerhalb der touristischen Kreisläufe”, so Romero gegenüber Journalisten. Er verwies zudem auf die wirtschaftlichen Multiplikatoreffekte, besonders für das lokale Baugewerbe, Zulieferer und Dienstleister.

Parallel zu den Hotelprojekten befasste sich die Junta de Gobierno Local mit weiteren Themen. Kulturell beschloss sie den Beitritt Marbellas zum Andalusischen Netzwerk Öffentlicher Theater für das Jahr 2026. Diese Mitgliedschaft soll den Zugang zu gemeinsam kuratierten Tourneeprogrammen in den städtischen Spielstätten erleichtern.

Darüber hinaus wurden Haushaltsänderungen in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro auf den Weg gebracht, über die im nächsten Plenum abgestimmt werden soll. Die Mittel, die aus Einsparungen in Vergabeverfahren und europäischen Fördertöpfen stammen, sind für diverse kommunale Projekte vorgesehen. Dazu zählen laut Romero der Bau eines Mehrzweckzentrums im Parque del Calvario, ein Pflanzenmural am Zugang zu Puerto Banús, die Ausstattung des Küstenwanderwegs, Videoüberwachung im Gewerbepark La Ermita sowie die Verstärkung von Budgets für Sportinfrastrukturen.

Quelle: Beschlüsse der Junta de Gobierno Local Marbella sowie Unternehmensangaben von HIP/Blackstone.

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