Madrid–Barcelona: Streckensperrung für Bauarbeiten erwogen

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Madrid–Barcelona: Streckensperrung für Bauarbeiten erwogen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Überlegungen zu einer langen Vollsperrung

Das spanische Verkehrsministerium erwägt, die Schnellfahrstrecke zwischen Madrid und Barcelona für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren vollständig zu sperren. Wie Verkehrsminister Óscar Puente bei einer Pressekonferenz in Madrid erläuterte, werde diese Option derzeit geprüft, um geplante Sanierungsarbeiten an der Infrastruktur deutlich schneller abzuschließen.

Vorbild Deutschland

Puente verwies in diesem Zusammenhang auf ein Verfahren, das in Ländern wie Deutschland üblich sei. Dort werde der Zugverkehr für die Dauer von Streckenmodernisierungen häufig vollständig eingestellt. Dies habe den Vorteil, dass die Bauphase erheblich verkürzt werde. Der Preis dafür sei jedoch der vollständige Verzicht auf das jeweilige Zugangebot während dieser Zeit.

Bisherige Praxis in Spanien

In Spanien hingegen werde bislang überwiegend darauf geachtet, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Bauarbeiten würden so geplant, dass sie in verkehrsarmen Stunden oder mit kurzen Unterbrechungen ausgeführt werden. Dies ermögliche es den Reisenden, weiterhin die Bahn zu nutzen, führe aber zu längeren Gesamtbauzeiten.

Kein Sicherheitsproblem

Der Minister stellte klar, dass die angedachte längere Sperrung nichts mit sicherheitsrelevanten Mängeln zu tun habe. Vielmehr gehe es um die Verbesserung der Pünktlichkeit. Diese sei in den letzten Jahren durch die hohe Zahl gleichzeitig laufender Investitionsprojekte im Schienennetz beeinträchtigt worden.

Deutlich kürzere Bauzeit

Puente rechnete vor, dass eine Maßnahme, die im laufenden Betrieb bis zu fünf Jahre dauern könnte, bei einer Vollsperrung in weniger als der Hälfte der Zeit abgeschlossen werden könne. „Wir sprechen davon, dass wir eine Arbeit, die uns fünf Jahre dauern würde, auf unter 24 oder sogar 12 Monate reduzieren könnten", so der Minister. Diese Option werde nun eingehend bewertet.

Die Aussagen machte Puente im Rahmen einer Pressekonferenz, die er anlässlich eines schweren Bahnunglücks nahe Urda in der Provinz Toledo abhielt. Die ursprünglich für das Jahr 2025 geplanten Bauarbeiten waren bereits im vergangenen Jahr ins Programm aufgenommen worden, wie aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Europa Press hervorgeht.


Quelle: europapress.es

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