
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
100.000 Kinder in Sevilla geschult
Präventionsoffensive zum Jubiläum
Das Programm der „Agentes Tutores“ der örtlichen Polizei in Sevilla feiert in diesem Jahr sein dreijähriges Bestehen – und pünktlich zum Jahrestag haben die Beamten eine weitere Staffel ihrer Präventionsarbeit abgeschlossen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden seit dem Start der Initiative mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche in der andalusischen Metropole erreicht. Die jüngsten Gespräche fanden unmittelbar vor den Halloween-Feierlichkeiten statt und markierten zugleich eine Premiere: Erstmals kooperierten die Ordnungshüter dabei mit der Berufsfeuerwehr von Sevilla.
Schulbesuche nach Altersgruppen
Die Informationsveranstaltungen fanden auf Anfrage der jeweiligen Bildungseinrichtungen statt. Die Auswahl und Organisation der Besuche in den Schulen und weiterführenden Instituten aller Stadtteile übernahm die städtische Bildungsbehörde. Die Inhalte der Vorträge waren dabei strikt an das Alter der Zuhörer angepasst.
Bei den Jüngsten in der Grundschule lag der Fokus auf den Gefahren nicht zertifizierter Verkleidungen. Die Beamten erläuterten zudem, dass Kriminelle Kostüme nutzen könnten, um in der Menge unterzutauchen, und gaben Verhaltenshinweise für den Fall, dass ein Kind sich verirrt. Für die Schüler der Sekundarstufe standen andere Themen im Vordergrund: Hier warnten die Polizisten eindringlich vor dem Umgang mit Wunderkerzen und Feuerwerkskörpern und klärten über die gesundheitlichen Schäden und rechtlichen Folgen von Alkoholkonsum auf.
Feuerwehr warnt vor Brandrisiken
Die Feuerwehrleute ergänzten das Programm mit einem Appell an die Vernunft. Sie rieten den Jugendlichen von der Teilnahme an Partys ohne gültige Genehmigung ab und gaben konkrete Hinweise für den Besuch geschlossener Räume: So solle man sich stets die Lage der Notausgänge einprägen. Aber auch für die eigenen vier Wände hatten die Experten Ratschläge parat, da bestimmte Deko-Artikel aus leicht entflammbarem Material schnell zur Gefahrenquelle werden können.
Kontrollen bis in die Nacht
Neben den Gesprächen in den Klassenzimmern kündigten die Einsatzkräfte verstärkte Kontrollen an. Die Feuerwehr hat bereits damit begonnen, Diskotheken und Veranstaltungshallen in der Stadt zu überprüfen. Im Fokus stehen dabei die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und die Funktionsfähigkeit der Evakuierungswege. Diese Inspektionen sollen bis in die Nacht zum 31. Oktober und den frühen Morgen des 1. November andauern. Ergänzend rieten die Sicherheitsbehörden den Heranwachsenden, Menschenansammlungen zu meiden und sich in der Gruppe zu bewegen, um Risikosituationen vorzubeugen.
Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, sieht die Stadtverwaltung in der Kombination aus Aufklärung und Kontrolle ein geeignetes Mittel, um die Feierlichkeiten zu Halloween sicherer zu gestalten.
Quelle: europapress.es