8,8 Tonnen Drogen in Spanien beschlagnahmt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Marbella

8,8 Tonnen Drogen in Spanien beschlagnahmt

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Schlag gegen den Drogenschmuggel: 2,5 Tonnen Haschisch sichergestellt

Die spanische Polizei hat einen schweren Schlag gegen den internationalen Drogenhandel geführt. Wie die Beamten mitteilten, wurde eine kriminelle Organisation zerschlagen, die auf der Costa del Sol operierte. Acht Männer im Alter von 24 bis 58 Jahren wurden in den Provinzen Málaga, Valencia und Girona festgenommen. Der Vorwurf: Drogenhandel, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, illegaler Waffenbesitz sowie Fahrzeug- und Urkundendiebstahl.

Die Organisation: Ein gut geöltes System

Die Bande hatte offenbar ein effizientes System aufgebaut. Nach Angaben der Ermittler der UDYCO-Einheiten aus Torremolinos-Benalmádena und Valencia beschaffte die Organisation ihre Drogen – Kokain und Haschisch – in Portugal. Málaga und Valencia dienten als Zwischenlager, bevor die Ware über die spanische Grenze nach Frankreich transportiert wurde. Für die Transporte nutzten die Täter gestohlene Hochleistungsfahrzeuge aus Frankreich und Belgien, ausgestattet mit gefälschten Kennzeichen und signalunterdrückender Technik, um Überwachung und Fluchtversuche zu erschweren.

Die Razzia: Erfolg nach monatelanger Ermittlungsarbeit

Die Ermittlungen begannen im Mai, nachdem Hinweise auf die Bande eingegangen waren. Im September schließlich schlugen die Beamten zu. Bei Durchsuchungen von sechs Wohnungen und eines Geschäftslokals in Málaga und Valencia beschlagnahmten sie nicht nur die Drogen, sondern auch ein Gewehr, 13.000 Euro Bargeld, fünf gestohlene Fahrzeuge, 14 Sätze gefälschter Kennzeichen sowie falsche Identitätsdokumente. Drei der Festgenommenen wurden vom zuständigen Richter in Untersuchungshaft geschickt.

Wer nun glaubt, mit der Festnahme sei das Problem gelöst, irrt. Der Kampf gegen den Drogenhandel auf der Iberischen Halbinsel ist eine endlose Aufgabe. Die Polizei betont, dass die Ermittlungen noch andauern und weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen sind. Die Beschlagnahmung von fast drei Tonnen illegaler Substanzen ist ein Erfolg, doch die Nachfrage nach Drogen in Europa bleibt hoch – und damit auch die kriminellen Strukturen, die sie bedienen.

Bericht basierend auf Informationen der Nachrichtenagentur Europa Press.


Quelle: europapress.es

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