Marbella rüstet gegen Algenplage auf

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Marbella rüstet gegen Algenplage auf

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Mehr als 50 Maschinen für den Küstenschutz

Die südspanische Gemeinde Marbella will ihre rund 27 Kilometer lange Küstenlinie fit für die Zukunft machen. Dazu hat die Stadtverwaltung einen Großauftrag zur Miete von Spezialfahrzeugen und Maschinen ausgeschrieben. Das Besondere daran: Das Paket ist nicht nur für die alltägliche Strandpflege gedacht, sondern vor allem für den Kampf gegen die sogenannte Asiatische Alge (Rugulopteryx okamurae), die sich entlang der Küste der Provinz Málaga massiv ausbreitet und heimische Ökosysteme bedroht.

Umfangreicher Maschinenpark

Der neue Vertrag hat ein Volumen von rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr und läuft über vier Jahre, mit der Option auf Verlängerung. Insgesamt fließen damit bis zu sechs Millionen Euro in das Projekt. Der Fuhrpark umfasst bis zu 57 verschiedene Fahrzeug- und Maschinentypen. Dazu zählen schwere Radlader, Kettenbagger und Hochleistungstraktoren, die für den Abtransport der tonnenweise angetriebenen Algenmassen benötigt werden. Aber auch kleinere Geräte wie Bobcats und Minibagger sind im Vertrag enthalten – sie kommen dort zum Einsatz, wo große Maschinen nicht hinkommen, etwa in engen Zufahrten oder empfindlichen Dünenbereichen.

Mehr als nur Algenbekämpfung

Wie die städtische Abteilung für Umwelt und Strände mitteilt, ist das Kontingent jedoch weit mehr als ein simpler Maschinenpark. Es sei ein „entscheidendes Werkzeug für Vorsorge, Instandhaltung und Sicherheit“, das es der Stadt erlaube, schneller auf Probleme zu reagieren. Neben der Beseitigung der invasiven Alge umfasst der Aufgabenbereich auch die Profilierung der Strände, also das Einebnen und Umverteilen von Sand, sowie die Reinigung und Pflege von 21 Bächen und vier Flüssen im Gemeindegebiet. Zudem sollen die Maschinen bei Unwettern, starken Regenfällen oder Hangrutschungen zum Einsatz kommen, um Schäden schnell zu beheben.

Vom Ausnahmefall zum Dauerzustand

Die Ausschreibung zeigt, wie sehr sich die Prioritäten verschoben haben: Die Bekämpfung der Algenplage und die Reparatur von Sturmschäden sind längst keine saisonalen Aufgaben mehr, sondern bilden das Herzstück der Strandplanung. Die neuen Geräte ermöglichen es laut Stadtverwaltung, Strände nach einem Sturm schnell wieder nutzbar zu machen, Unebenheiten zu beseitigen und die Sicherheit für Badegäste zu erhöhen. Die Maßnahme ersetzt einen älteren Vertrag, der ausgelaufen ist. Wie die Regionalzeitung Diario Sur berichtet, will Marbella mit dem neuen Fuhrpark nicht nur reagieren, sondern künftig noch aktiver vorbeugen.


Quelle: diariosur.es

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