Ermittlungen nach Missbrauch in Süßwarenladen ausgeweitet

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

San Sebastián

Ermittlungen nach Missbrauch in Süßwarenladen ausgeweitet

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Die Ermittlungen zu mutmaßlichen sexuellen Übergriffen in einem Süßwarenladen in San Sebastián haben deutlich größere Dimensionen angenommen als zunächst angenommen. Wie die baskische Polizei mitteilte, sind inzwischen 14 mögliche Opfer identifiziert worden, die im Tatzeitraum zwischen 10 und 18 Jahren alt waren.

Ausgangspunkt im Juni

Die Ermittlungen begannen Ende Juni, nachdem ein junger Mann festgenommen worden war, der zwei Mädchen in seinem Geschäft missbraucht haben soll. Das Übergriffe ereigneten sich den Angaben zufolge am 25. und 26. Juni direkt im Verkaufsraum des Ladens in der baskischen Hauptstadt. Der 22-jährige Betreiber des Geschäfts wurde noch am selben Tag verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Sechs Jahre Tatzeitraum

Die weiteren Ermittlungen, die von der Zentralen Abteilung für Kriminaluntersuchung der Ertzaintza übernommen wurden, förderten zutage, dass die mutmaßlichen Taten deutlich weiter zurückreichen. Die ältesten bekannten Vorfälle stammen aus dem Jahr 2020. Insgesamt erstreckt sich der Untersuchungszeitraum damit auf etwa sechs Jahre.

Alle 14 identifizierten möglichen Opfer wurden inzwischen von der Polizei befragt. Die Aussagen weisen nach Angaben der Ermittler ähnliche Muster auf, sowohl was die Art der Vorfälle als auch die Begehungsweise betrifft. Die Taten sind als besonders schwerwiegend einzustufen.

Mehrere Ermittlungskomplexe

Ein besonderes Detail: Ein Teil der Vorfälle soll sich ereignet haben, als der Beschuldigte selbst noch minderjährig war. Diese Fälle werden separat von der Jugendstaatsanwaltschaft behandelt. Die Ermittlungen laufen in mehreren Strängen weiter, da die Polizei nicht ausschließen kann, dass es weitere Betroffene gibt.

Die baskische Polizei hat deshalb erneut die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Personen, die ähnliche Vorfälle erlebt haben oder Hinweise geben können, können sich über die Notrufnummer 112 oder in jeder Polizeiwache melden. Die Behörden betonen, dass auch Fälle aus früheren Jahren, die bislang nicht angezeigt wurden, von Bedeutung sind.


Quelle: europapress.es

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