1619 Festnahmen durch Plan Costa del Sol

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

1619 Festnahmen durch Plan Costa del Sol

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Erfolgsbilanz der Sondereinheit

Die Bilanz der verstärkten Polizeipräsenz an der andalusischen Küste kann sich sehen lassen: Seit dem Start des „Plan Costa del Sol“ im April 2024 registrierten die Ermittler insgesamt 892 Einsätze, die sich gezielt gegen Drogenhandel, Schmuggel und die Geldwäsche krimineller Strukturen richteten. In diesem Zeitraum nahm die Polizei nach Angaben der spanischen Staatsanwaltschaft 1.619 Personen fest.

Umfangreiche Sicherstellungen

Die bei den Razzien und Kontrollen beschlagnahmten Beweismittel umfassen ein breites Spektrum. Neben 313 Schusswaffen wurden auch 626 Fahrzeuge – darunter Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge – konfisziert. Bei der Durchsuchung von Konten und Immobilien stellten die Beamten zudem Finanzwerte in Höhe von 12,4 Millionen Euro sicher. Hinzu kommen bewegliche Güter, deren Wert mit 917.382 Euro beziffert wird.

Drogenfunde in Tonnen

Die Mengen der beschlagnahmten Drogen sind erheblich. Die Polizei zog im Rahmen der Offensive 127 Tonnen Haschisch aus dem Verkehr. Die Funde an Kokain beliefen sich auf 18,8 Tonnen, während die Beamten 6,1 Tonnen Marihuana sicherstellten. Auch synthetische Drogen wie MDMA und Ecstasy wurden in einer Menge von 1,8 Tonnen konfisziert. Zusätzlich fielen den Ermittlern 96.180 Zigarettenpackungen aus dem Schmuggelhandel in die Hände.

Lob aus der Regierungsdelegation

Javier Salas, der Subdelegado der spanischen Regierung in Málaga, bewertete die Arbeit der Nationalpolizei im Rahmen des Plans als „hervorragend“. Er betonte, die Ergebnisse unterstrichen die Priorität, die sowohl die Polizei als auch die Regierung in Madrid dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität einräumen.

Verknüpfung mit dem Sonderplan für das Campo de Gibraltar

Wie die Behörden weiter mitteilten, ist Málaga Teil des größeren Sicherheitspakts für die Region Campo de Gibraltar. Dieser Sonderplan, der in sechs andalusischen Provinzen gilt, führte zwischen 2018 und 2026 bereits zu insgesamt 49.755 Polizeioperationen. In deren Verlauf wurden 34.499 Personen festgenommen oder als Verdächtige geführt, 2.320 Tonnen Rauschgift sowie 3.500 Waffen sichergestellt. Auch 2,9 Millionen Liter Treibstoff wurden beschlagnahmt.

Ausweitung auf die Provinzhauptstadt

Der „Plan Costa del Sol“ sieht eine Aufstockung der Beamtenzahl in den Gemeinden der westlichen Sonnenküste vor. Ursprünglich auf diesen Küstenabschnitt beschränkt, wurde das Einsatzgebiet Ende September um die Stadt Málaga erweitert. Zur Unterstützung der lokalen Sicherheitskräfte werden Einheiten der Interventions- und Präventionspolizei aus ganz Ost-Andalusien herangezogen, die mit Hundestaffeln und Luftfahrzeugen ausgestattet sind.

Taktik der sichtbaren Präsenz

Ziel der verstärkten Maßnahmen ist eine höhere Uniformpräsenz im öffentlichen Raum, um Fahrzeug- und Personenkontrollen zu intensivieren. Die Einsätze finden laut Subdelegation zeitlich und örtlich flexibel statt. Schwerpunkte sind Orte mit hohem Publikumsverkehr wie Einkaufszentren und Vergnügungsviertel, aber auch Zugangskontrollen zu Wohnanlagen werden verstärkt durchgeführt. Wie die Regionalzeitung „Europa Press“ berichtet, basiert die Strategie auf einer Mischung aus sichtbarer Abschreckung und gezielten Kontrollmaßnahmen.


Quelle: europapress.es

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