Warteschleife Führerschein: Lehrerin kritisiert DGT

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Torre Del Mar

Warteschleife Führerschein: Lehrerin kritisiert DGT

von Redaktion2 Min. Lesezeit

"Wir sind es leid, für etwas zu kämpfen, das funktionieren sollte"

Die Geduld der Fahrschulen an der Costa del Sol steht auf dem Prüfstand. Ana Aguayo, die in Torre del Mar angehende Autofahrer ausbildet, schlägt Alarm. Ihre Kritik richtet sich gegen ein strukturelles Problem: die chronische Unterbesetzung der Prüfungsbehörde DGT. Die Wartezeiten für praktische Prüfungen seien für viele Fahrschüler eine Zumutung, so die Lehrerin. Ihr Ärger ist dabei nicht neu, aber die Lage spitzt sich zu.

Mehr als nur ein Termin im Kalender

Für Aguayo geht es nicht um lästige Formalitäten. Jeder verschobene Prüfungstermin habe handfeste Konsequenzen. Sie nennt Beispiele: junge Menschen, die ohne Führerschein keinen Job antreten können, Auszubildende, die Prüfungsstress mit dem Berufsalltag verbinden müssen, und Familien, die finanziell stark belastet sind. Die Fahrschüler hätten ihren Teil der Abmachung erfüllt – Theorie gelernt, Fahrstunden absolviert. Dass sie dann an bürokratischen Hürden scheitern, sei nicht vermittelbar.

Tägliche Rechtfertigungsversuche

Die Situation nage nicht nur an den Schülern, sondern auch an den Ausbildern. „Wir sind diejenigen, die täglich vor den Schülern stehen und ihre Sorgen hören", erklärt Aguayo. Es sei frustrierend, Wartezeiten erklären zu müssen, die man selbst nicht versteht. Die mangelnde Planbarkeit erschwere zudem die Organisation des Fahrstundenplans und untergrabe die Kontinuität der Ausbildung. Die Fahrschulen trügen die Last eines Problems, das eigentlich die Verwaltung lösen müsse.

Keine Schuld bei den Prüfern

Einen wichtigen Punkt möchte die Fahrlehrerin klarstellen: Die examinadores an der Basis treffe keine Schuld. Sie arbeiteten mit den vorhandenen Mitteln und zeigten oft viel Verständnis für die missliche Lage der Fahrschulen. Die Verantwortung liege eindeutig bei der DGT. „Die Behörde muss endlich mehr Prüfer einstellen und sicherstellen, dass genug Personal für die reale Nachfrage bereitsteht", fordert Aguayo. Es könne nicht sein, dass die Folgen des Personalmangels auf dem Rücken der Bürger ausgetragen würden.

Forderung nach echten Lösungen

Die Lehrerin will nicht als Nörglerin dastehen, ihre Motivation ist eine andere: „Ich liebe meinen Beruf und das Unterrichten." Der Frust entstehe daraus, dass der Erfolg der eigenen Arbeit von externen Faktoren abhänge. Ihre Forderungen an die DGT sind konkret: mehr Planstellen für Prüfer und eine vorausschauende Planung, um Wartezeiten nachhaltig zu verkürzen. Zudem müssten die Stimmen aus der Branche endlich Gehör finden, die die Probleme aus der Praxis kennen. Am Ende gehe es nicht um Privilegien, sondern um ein funktionierendes öffentliches Dienstleistungsangebot. Wie die Zeitung AxarquiaPlus berichtet, sieht Aguayo den Kampf für ihre Schüler als ihre Aufgabe, solange die Bürokratie dieser einfachen Rechnung im Wege stehe: Wer besteht, soll auch fahren dürfen.


Quelle: axarquiaplus.es

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