Granada verzeichnet negative Bevölkerungsentwicklung

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Andalusien

Granada verzeichnet negative Bevölkerungsentwicklung

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Die jüngsten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in der Provinz Granada zeichnen ein gemischtes Bild: Während sowohl die Zahl der Neugeborenen als auch die der Verstorbenen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zunahm, fällt die Gesamtbilanz weiterhin negativ aus. Wie das Andalusische Institut für Statistik und Kartographie (IECA) auf Basis vorläufiger Daten mitteilt, wurden zwischen Januar und März dieses Jahres 1.629 Geburten, 2.242 Sterbefälle und 529 Eheschließungen registriert.

Die Auswertung der Zahlen, die zuletzt über den Pressedienst Europa Press verbreitet wurde, zeigt ein Wachstum von 3,9 Prozent bei den Lebendgeburten gegenüber dem ersten Quartal 2025. Die Zahl der Todesfälle stieg im selben Zeitraum um 0,9 Prozent. Die Anzahl der Hochzeiten legte nur minimal um fünf Fälle auf insgesamt 529 zu. Rechnet man Geburten und Sterbefälle gegeneinander auf, ergibt sich für die Provinz ein rechnerischer Bevölkerungsverlust von 613 Menschen in den ersten drei Monaten des Jahres.

Mütter meist zwischen 30 und 34 Jahren

Differenziertere Einblicke gewährt die Statistik in die Umstände der Geburten. Insgesamt 1.609 Entbindungen wurden gezählt, darunter 25 Zwillingsgeburten. Aus diesen resultierten 1.634 Kinder, wobei ein Säugling innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt verstarb; zudem wurden fünf späte Totgeburten verzeichnet. Ein Detail am Rande: Ein Neugeborenes hatte eine Mutter, die jünger als 15 Jahre war – ein Fall, der in diesem Quartal lediglich in zwei weiteren andalusischen Provinzen, nämlich Cádiz und Málaga, jeweils einmal auftrat.

Die Altersstruktur der Mütter ist klar umrissen: In 32,6 Prozent der Fälle waren die Gebärenden zwischen 30 und 34 Jahre alt. Dies entspricht nahezu exakt dem andalusischen Durchschnitt von 32,7 Prozent. Mit Blick auf den Familienstand zeigt sich: 51,7 Prozent der Kinder kamen in der Provinz Granada als Kinder unverheirateter Mütter zur Welt – ein Wert, der unter dem Landesschnitt von 53,1 Prozent liegt. Darüber hinaus hatten in 1.249 Fällen beide Elternteile die spanische Staatsangehörigkeit, während bei 157 Geburten mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammte.

Hohe Sterblichkeit bei Hochbetagten

Bei den Sterbefällen fällt die Altersverteilung unterschiedlich aus je nach Geschlecht. Betrachtet man alle Verstorbenen, stellt die Altersgruppe der 90- bis 94-Jährigen mit 19,71 Prozent den größten Anteil dar. Bei den Frauen war diese Gruppe ebenfalls die häufigste, während bei den Männern die Altersspanne zwischen 85 und 89 Jahren am stärksten vertreten war. Der Anteil weiblicher Verstorbener lag bei 50,54 Prozent.

Ein aufschlussreiches Merkmal ist der Familienstand zum Zeitpunkt des Todes. Die Mehrheit der Verstorbenen, insgesamt 971 Personen, war verwitwet. 821 Verstorbene waren verheiratet. Hier zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede: Während 52,57 Prozent der gestorbenen Männer verheiratet waren, galt dies nur für einen kleineren Teil der Frauen; bei ihnen dominierte mit 64,17 Prozent der Status der Witwe.

Hochzeiten meist unter spanischen Paaren

Die 529 im ersten Quartal geschlossenen Ehen verteilen sich wie folgt: 28 Ehen wurden zwischen Personen gleichen Geschlechts geschlossen, aufgeteilt in jeweils 14 männliche und 14 weibliche Paare. In 426 Fällen, was einem Anteil von 80,53 Prozent entspricht, waren beide Partner spanischer Herkunft. Bei 91 Trauungen besaß ein Partner die spanische Staatsangehörigkeit, bei weiteren 12 Eheschließungen waren beide Eheleute Ausländer.

Die vorgelegten Zahlen des IECA bieten damit ein detailliertes Abbild der demografischen Prozesse in der Provinz, auch wenn es sich bei den Angaben um vorläufige Werte handelt, die später noch korrigiert werden können.


Quelle: europapress.es

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