Elfjährige Haftstrafe nach brutaler Messerattacke

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Elfjährige Haftstrafe nach brutaler Messerattacke

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein Date wird zum Albtraum

Was als verabredetes Treffen gegen Bezahlung begann, endete für ein Opfer in Málaga beinahe tödlich. Das Provinzgericht hat einen Mann nun zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er seinen Begleiter mit einem Messer attackierte, mit einem Stein niederschlug und diesen dann blutend in einem verlassenen Gebäude zurückließ. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte nicht nur raubte, sondern auch den Tod seines Opfers billigend in Kauf nahm.

Raub mit tödlicher Intention

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, lockte der Verurteilte das spätere Opfer unter dem Vorwand sexueller Gefälligkeiten in ein verlassenes Haus. Dort zog er unvermittelt ein Messer mit langer Klinge und forderte die Herausgabe von Kreditkarte und Geheimnummer. Als das Opfer angab, nur 40 Euro im Auto zu haben, eskalierte die Situation. Der Täter zerstach zunächst das Fahrzeug, wandte sich dann aber gegen den Mann selbst. Selbst nachdem dieser ihm das Messer in einem verzweifelten Kampf entrissen hatte, setzte der Angreifer seine Attacke fort – diesmal mit einem Stein, den er dem Wehrlosen gegen den Kopf schlug.

Eine Spur der Verwüstung

Der Täter floh mit Beute, Handy und Autoschlüsseln – sein Opfer ließ er schwer verletzt zurück. Die Not des Mannes zeigt ein detailreiches Bild: Um auf sich aufmerksam zu machen und sich zu wärmen, zündete er sein eigenes Fahrzeug an. Erst am nächsten Morgen fand ihn ein Passant. Die medizinische Untersuchung offenbarte das ganze Ausmaß der Brutalität: Die Messerstiche hätten Herz und Lunge treffen können. Dass das Opfer überlebte, verdankt es laut Gericht einzig dem Glück, dass die Rippenknochen die Stiche abfingen.

Die Verteidigung des Täters zerbröselt

Der Angeklagte versuchte, sich als Notwehr-Opfer zu inszenieren. Seine Erzählung vom angegriffenen Unschuldigen hielt das Gericht jedoch für unglaubwürdig. Die Richter stellten klar: Es gab keinerlei Anhaltspunkte, dass das spätere Opfer den Angreifer attackiert habe. Ganz im Gegenteil – ein Biss in den Finger des Täters spreche dafür, dass sich das spätere Opfer verzweifelt gewehrt habe. Die Kammer sah die Tötungsabsicht als gegeben an.

Ein Urteil mit Signalwirkung

Die Strafe fiel entsprechend deutlich aus. Acht Jahre Haft für versuchten Totschlag, weitere dreieinhalb Jahre für Raub mit Gewalt – insgesamt elf Jahre und sieben Monate Gefängnis. Hinzu kommen ein zehnjähriges Kontakt- und Annäherungsverbot sowie Schmerzensgeldzahlungen von über 10.000 Euro. Das Urteil sendet eine klare Botschaft: Wer Menschen in eine Falle lockt und dann mit brutaler Gewalt überzieht, muss mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen. Besonders schwer wiegt, dass der Täter sein Opfer in dem Bewusstsein zurückließ, dass dieses ohne Hilfe hätte sterben können.](https://www.europapress.es/andalucia/malaga-00356/noticia-condenado-malaga-once-anos-prision-dar-varias-punaladas-golpes-conocido-abandono-malherido-20261024121150.html)


Quelle: europapress.es

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