Granate in Mijas: Mann festgenommen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Mijas

Granate in Mijas: Mann festgenommen

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Sprengstoff statt Strandurlaub

Was als ruhige Nacht in der Wohnanlage El Faro de Calaburras begann, endete für einen 35-jährigen Dänen in Handschellen. Die örtliche Polizei erwischte den Mann in der Nacht von Freitag auf Samstag mit einem Gegenstand, der in keiner Kofferwaage Platz findet: einer Handgranate.

Während sich andere Urlauber an der Costa del Sol die Frage stellen, ob das Poolwasser warm genug ist, schien dieser Mann offenbar andere Prioritäten zu haben. Die Beamten stellten den Sprengkörper sicher, der Mann wurde umgehend festgenommen. Die Guardia Civil hat die Ermittlungen übernommen und prüft nun, wie der Däne an die Granate gelangt ist.

Ein Einzelfall? Wohl kaum.

Man mag versucht sein, diesen Vorfall als Ausrutscher eines Einzelnen abzutun. Doch wer die Entwicklung der letzten Jahre an der spanischen Südküste verfolgt, weiß: Die Gegend um Mijas und Marbella ist nicht nur für Luxus-Yachten und Golfplätze bekannt, sondern auch für dunklere Geschäfte. Immer wieder tauchen Waffen und Munition auf, die in den Händen von Kriminellen landen.

Die Behörden zeigen sich betont zurückhaltend mit Details. Man wolle die Hintergründe nicht gefährden, heißt es. Eine Standardfloskel, die in Spanien oft dann fällt, wenn mehr dahintersteckt als ein unbedachter Souvenir-Kauf. Die zentrale Frage lautet: Was wollte ein Mann in einer Wohnanlage mit einer Handgranate?

Reiseandenken oder kriminelle Absicht?

Die Anwohner dürften sich berechtigte Sorgen machen. Wer mit einer Granate durch eine Wohngegend läuft, hat entweder ein bizarr ausgeprägtes Sammlerhobby – oder nichts Gutes im Sinn. Die Polizei wird nun ermitteln müssen, ob der Däne Kontakte ins kriminelle Milieu hat oder ob es sich tatsächlich um einen ungewöhnlichen Fall von Nachlässigkeit handelt.

Wie die Zeitung ABC zuerst berichtete und die Nachrichtenagentur Europa Press aus Kreisen der Ermittler erfuhr, soll der Festgenommene dänischer Staatsbürger sein. Mehr wollten die Verantwortlichen zunächst nicht preisgeben – zu dünn ist das Eis, auf dem man sich in solchen Fällen bewegt.

Die Küste Spaniens bleibt damit einmal mehr ein Ort, an dem sich Sonnenschein und Gefahr auf unbehagliche Weise begegnen. Für die Bewohner von Mijas gilt nun: lieber zweimal hingucken, wenn nachts jemand Verdächtiges durch die Straßen schleicht.


Quelle: europapress.es

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