Murcia zeigt Ungarn seine Weinrouten

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Murcia zeigt Ungarn seine Weinrouten

von Redaktion1 Min. Lesezeit

Enotourismus als Exportschlager

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, ist die Region Murcia derzeit Schauplatz eines internationalen Wissenstransfers. Eine Delegation aus der ungarischen Region Ister-Granum ist seit dem 22. Oktober zu Besuch, um sich über das Erfolgsmodell der lokalen Weinrouten zu informieren. Die Reise, die noch bis Sonntag andauert, ist Teil des EU-geförderten Projekts „Interreg Europa Slowdown“, das nachhaltigen Tourismus fördern möchte.

Vom Modell zur Praxis

Die Gäste aus Osteuropa interessieren sich besonders für die organisatorischen Strukturen hinter den Weinrouten von Bullas, Jumilla und Yecla. Im Fokus stehen Aspekte wie die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, Qualitätskriterien und die Einbindung lokaler Unternehmen. „Diese Transfermaßnahme hat es uns ermöglicht, nicht nur konkrete Erfahrungen zu teilen, sondern auch die Art und Weise, wie Verwaltung, Weinrouten und Unternehmen gemeinsam ein touristisches Produkt schaffen, das eng mit der Identität jeder Region verbunden ist“, erklärte Eva Reverte, Generaldirektorin für Tourismuswettbewerbsfähigkeit und -qualität.

Wein, Kultur und Michelin-Sterne

Das Programm der Ungarn ist dicht gedrängt. In Bullas standen der Besuch des Weinmuseums und der Bodegas Balcona auf dem Plan. In Yecla ging es unter anderem um die Vermarktung digitaler Angebote, bevor die Delegation die Bodegas Barahonda kennenlernte – inklusive eines Essens in deren Restaurant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist. Höhepunkt der Reise dürfte der heutige Besuch der „Matavendimia“ in Jumilla sein, einer Messe für Wein und Enotourismus, bei der die Gäste live erleben können, wie verschiedene Akteure gemeinsam eine touristische Erfahrung gestalten.

Nachhaltigkeit als Ziel

Das Projekt Slowdown setzt auf nachhaltige Tourismusmodelle, die stark mit der lokalen Identität verwoben sind. Der Besuch ist ein zentraler Baustein: Die erfolgreichen Praktiken aus Murcia sollen als Inspiration dienen, damit die ungarischen Partner ähnliche Routen in ihrer Heimat entwickeln können.


Quelle: europapress.es

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