Tödliche Unfälle und Rettungseinsatz auf Malagaer Baustellen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Málaga

Tödliche Unfälle und Rettungseinsatz auf Malagaer Baustellen

von Redaktion

Schwarzer Freitag für die Arbeitssicherheit

Die vergangenen Tage haben auf tragische Weise die Gefahren auf Baustellen in der Provinz Malaga vor Augen geführt. Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Todesfälle und einen weiteren schweren Vorfall, der nur durch einen aufwendigen Rettungseinsatz nicht tödlich endete.

Am Freitag gegen 12:19 Uhr kam es in der Innenstadt von Malaga zu einem fatalen Unfall. Wie der Notdienst 112 Andalusia mitteilte, stürzte ein 53-jähriger Arbeiter in einem Gebäude in der Calle Ingeniero Francisco Merino in den Aufzugsschacht. Kollegen alarmierten sofort die Rettungskräfte. Trotz des schnellen Einsatzes von Polizei, Feuerwehr und Notärzten des 061-Dienstes konnte der Mann nur noch tot geborgen werden. Die Behörden informierte die Arbeitsinspektion und das Zentrum für Arbeitssicherheit.

Zweiter Todesfall nach langer Leidenszeit

Bereits einige Stunden zuvor war bekannt geworden, dass ein weiterer Arbeiter seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Dieser Unfall hatte sich bereits am 20. Februar in einem Hotel in Torremolinos ereignet. Dort war in einem noch nicht in Betrieb genommenen Maschinenraum eine Dampfleitung geplatzt. Der Arbeiter erlitt dabei schwere Verbrennungen. Nach einer ersten Behandlung im Regionalkrankenhaus von Malaga wurde er aufgrund seines kritischen Zustands in das Universitätsklinikum Virgen del Rocío in Sevilla verlegt, wo er nun verstarb. Wie das ‘Diario SUR’ berichtete, ermitteln bereits die Nationalpolizei und die Arbeitsinspektion zu den möglichen Verantwortlichkeiten.

Bewusstlos in unzugänglichem Bereich gerettet

Ebenfalls am Freitagvormittag kam es auf einer weiteren Baustelle in Malaga zu einem Notfall. Bei Arbeiten am neuen Gesundheitszentrum in El Palo war ein Mann gegen 9:10 Uhr zusammengebrochen. Die besondere Herausforderung: Er befand sich in einem schwer zugänglichen Bereich der Baustelle an der Avenida Salvador Allende. Die Sanitäter des 112 mussten die Feuerwehr zur Unterstützung anfordern, um den Bewusstlosen überhaupt erst bergen und versorgen zu können. Die Ursache für die Ohnmacht ist bisher unklar.

Die drei Vorfälle innerhalb eines kurzen Zeitraums werfen erneut Fragen nach den Sicherheitsstandards auf Baustellen auf. Sie unterstreichen, dass trotz aller Vorschriften die tägliche Gefahrenabwehr am Arbeitsplatz oberste Priorität haben muss.

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