Sechs Jahre Haft nach Einbruchsserie gefordert

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Marbella

Sechs Jahre Haft nach Einbruchsserie gefordert

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Anklage nach Einbruchsserie in Marbella

Die Staatsanwaltschaft von Málaga fordert eine Haftstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten für einen Mann, der im September 2023 in zwei Wohnungen in Marbella eingebrochen sein soll. In einem Fall wurde die Bewohnerin während des Vorfalls im Schlaf überrascht. Zudem wird dem Beschuldigten vorgeworfen, mit gestohlenen Bankkarten illegal Zahlungen vorgenommen zu haben.

Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, soll der Täter zunächst die Fassade eines Hauses erklommen haben, um über den Balkon im ersten Stock in die Räumlichkeiten zu gelangen. Die Terrassentür stand offen. Im Inneren erbeutete er nach Angaben der Behörden 110 Euro Bargeld, zwei Bankkarten sowie die Wohnungsschlüssel.

Nächtliche Einkäufe mit fremden Karten

Bereits in derselben Nacht soll der Mann die entwendeten Karten für mehrere Transaktionen in verschiedenen Geschäften der Stadt genutzt haben. Laut Anklage belief sich der Gesamtschaden dieser unberechtigten Abbuchungen auf 114,49 Euro.

Nur einen Tag später soll der Beschuldigte erneut auf ähnliche Weise vorgegangen sein. Wieder kletterte er an einem Gebäude hoch und gelangte über den Balkon in eine weitere Wohnung. Dort wurde er jedoch von der schlafenden Eigentümerin entdeckt, woraufhin er die Flucht ergriff. Zuvor hatte er allerdings noch eine Handtasche mit einem Mobiltelefon, Hausschlüsseln und 600 Euro Bargeld an sich genommen.

Die Staatsanwaltschaft wertet die Vorfälle als Raub mit Gewalt in bewohnte Räume sowie als Betrug. Für den Einbruch fordert sie vier Jahre Haft, für die Kartennutzung zweieinhalb Jahre. Zusätzlich verlangt die Anklage Schadensersatz: Die erste Geschädigte soll 274 Euro für gestohlene Gegenstände und den Austausch des Schlosses erhalten, die zweite 806 Euro für nicht wiederaufgefundene Wertgegenstände.

Der Prozess vor der Audiencia von Málaga war für die kommende Woche terminiert, wurde aber laut Justizkreisen kurzfristig abgesetzt. Der Grund: Der Angeklagte ist untergetaucht und wird per Haftbefehl gesucht. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, bleibt die Fahndung nach dem Mann damit weiterhin aktiv.


Quelle: europapress.es

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