
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Marbella würdigt Fußballwegbereiter Moñi
Ein Platz für eine Legende
Marbella hat seinen ersten Erstliga-Fußballer dauerhaft geehrt. Am vergangenen Samstag enthüllte die Stadtverwaltung ein Straßenschild zu Ehren von Salvador Gil, der in der Region unter seinem Spitznamen Moñi bekannt war. Der neue Platz liegt direkt neben dem städtischen Stadion, zwischen der Peñuelas- und der Serenata-Straße. Die Benennung ist der sichtbare Ausdruck einer Dankbarkeit, die über sportliche Leistungen hinausgeht.
Wie die Lokalzeitung Diario Sur berichtet, durchlief Moñi eine bemerkenswerte Karriere: Sechs Jahre in Folge war er Torschützenkönig der dritten Liga, dreimal wurde er zum besten Spieler Andalusiens gewählt. 1967 wechselte er zum RCD Español und schaffte damit den Sprung in die höchste Spielklasse. Später, nach seiner aktiven Laufbahn, war er 35 weitere Jahre als Trainer und Nachwuchsförderer tätig.
Mehr als nur Tore
Bei der Zeremonie betonte Bürgermeisterin Ángeles Muñoz die Vorbildfunktion des Verstorbenen. Moñi habe Fußball nie als bloßen Wettkampf verstanden, sondern als Instrument der Erziehung und sozialen Hilfe. Er habe Werte wie Anstrengung, Teamgeist und Respekt vermittelt – und sich besonders für Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien eingesetzt. Niemand sollte aus finanziellen Gründen auf den Sport verzichten müssen.
Dieses Engagement mündete vor 20 Jahren in der Gründung des Club Deportivo Marbellí, einem Verein, der inzwischen mehr als 3.000 Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimat bietet. Er sei ein Vorbild für Generationen gewesen, dessen Einfluss bis heute spürbar sei, so die Bürgermeisterin.
Abschied mit Wehmut
Die Ehrung berührte die Familie sichtlich. Seine Witwe Paqui Gómez, ihre vier Kinder und zwei Enkelinnen wohnten der Zeremonie bei. Gómez erinnerte an einen Mann, der von seinem 16. bis zu seinem 76. Lebensjahr dem Fußball verbunden war – als Spieler und als Mentor. „Moñi ist eine große Persönlichkeit Marbellas gewesen und meine große Liebe", sagte sie mit bewegter Stimme.
Mit der Platzbenennung, so der Tenor der Reden, tilgt die Stadt eine moralische Schuld gegenüber einem Pionier. Die Kommunalpolitik sieht in dem Akt eine Anerkennung für eine Haltung, die über den Sport hinausweist: Einsatz, Arbeit und Großzügigkeit für das Gemeinwesen. Die Erinnerung an ihn bleibe in den Menschen lebendig, die er ausgebildet und inspiriert habe. Marbella verliere einen wichtigen Sohn der Stadt, dessen Vermächtnis im örtlichen Fußball und in der Jugendarbeit weiterlebt.
Quelle: diariosur.es