Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Neue Großbaustelle nimmt Fahrt auf
Ein gelber Kran als Startzeichen
Am vergangenen Freitag markierte der Arm einer großen Mobilkrananlage, der weithin sichtbar über die Umzäunung des Geländes Son Simonet in Palma ragte, den Beginn einer neuen Phase. Wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtet, begannen damit die zentralen Bauarbeiten für eine private Wohnungsbaupromotion mit mehr als 200 Wohneinheiten und Reihenhäusern. Die Baustelleneinrichtung war bereits am Morgen angelaufen, und für die Anlieferung der schweren Technik war im angrenzenden Alfons el Savi-Straße ein temporäres Halteverbot verhängt worden.
Chronologie eines langen Planungsprozesses
Das Projekt auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Automobilkaserne-Geländes hat eine lange Vorgeschichte. Der entscheidende Grundstein wurde bereits 2015 gelegt, als die katalanische Projektentwicklungsgesellschaft La Llave de Oro das Gelände vom spanischen Verteidigungsministerium für 5,5 Millionen Euro erwarb. Nach jahrelangen administrativen Verfahren folgte im Juli 2024 die endgültige Genehmigung des Urbanisierungsplans. Erste vorbereitende Arbeiten, darunter der Abriss alter Militärgebäude, hatten bereits 2023 begonnen. Ein Teil des historischen Bestands bleibt erhalten: Die zentrale, unter Denkmalschutz stehende Halle, der historische Hauptzugang sowie einige ehemalige Militärwohngebäude werden saniert und in das neue Wohnviertel integriert.
Projektumfang und Auflagen
Das Vorhaben im Stadtviertel Camp Redó, nahe dem Parc de ses Fonts, sieht wie ausführlicher beschrieben wurde den Bau von etwa 200 Wohnungen in sechs- bis achtgeschossigen Blöcken vor, ergänzt um ein Dutzend Reihenhäuser. Die Wohnungen werden mit ein bis vier Schlafzimmern geplant und sollen Gemeinschaftseinrichtungen wie einen Pool, Terrassen sowie einen großen unterirdischen Parkplatz erhalten. In den Erdgeschossen sind Gewerbeflächen vorgesehen. Ein kritischer Faktor für den Baufortschritt ist eine externe Infrastrukturbedingung. Das Rathaus von Palma erlaubte zwar im Mai 2025 die parallele Durchführung von Erschließungs- und Hochbauarbeiten, macht die endgültige Abnahme der fertigen Gebäude jedoch von der Inbetriebnahme der neuen Kläranlage, einer Erweiterung der Edar II, abhängig. Erst im Anschluss an deren Fertigstellung erfolgt der formale Abschluss der Bauarbeiten. Mit dem aktuellen Baubeginn starten nun auch die Arbeiten für die Verlegung aller Versorgungsleitungen.
Ausblick: Bauzeit bis Ende des Jahrzehnts
Die Projektplaner rechnen, wie aus den Unterlagen hervorgeht, mit einer Bauzeit, die sich bis 2027 oder 2028 erstrecken könnte. Die genaue Dauer hängt maßgeblich vom Fortschritt der Arbeiten an der neuen Kläranlage ab. Das Architekturbüro Duch-Pizà und Ripoll-Tizón hat den Entwurf so konzipiert, dass eine geschlossene Blockstruktur entsteht, die den historischen Kern mit der modernen Bebauung vereint.