
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Migration: Sánchez sagt El Hierro Hilfe zu
Der Druck auf die kleine Kanareninsel El Hierro wächst, nun reagiert die Regierung in Madrid. Wie die Regionalregierung der Kanaren mitteilt, hat sich Ministerpräsident Pedro Sánchez in einem Telefonat mit dem kanarischen Regierungschef Fernando Clavijo darauf verständigt, bereits am kommenden Dienstag eine Interministerielle Kommission für Einwanderung einzuberufen. Das Gremium soll im Moncloa-Palast zusammenkommen, also noch vor dem regulären Ministerrat.
Clavijo hatte Sánchez die Lage auf El Hierro als „ernst“ geschildert. Der Zustrom von Migranten und die daraus resultierende Anspannung in der Bevölkerung seien nicht mehr zu übersehen. Die Kanaren fordern seit Monaten mehr Geld, eine bessere Planung und ein abgestimmtes Vorgehen des Staates. Sánchez habe nun zugesagt, die Kommission einzuberufen und die medizinische Versorgung über das Migrationsstaatssekretariat aufzustocken.
Aus Sicht Clavijos muss das Treffen mehr sein als nur ein weiteres Krisengespräch. Er fordert einen gemeinsamen Aktionsplan mit konkreten Schritten, klarer Verantwortlichkeit und festen Fristen. „Wir können nicht weiterhin nur reagieren, wenn die Lage eskaliert“, so der Tenor aus der Regierung auf Teneriffa.
Zusätzlich drängt Clavijo auf Unterstützung aus Brüssel. Er habe Sánchez darüber informiert, dass er Gespräche mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem neuen EU-Innenkommissar Magnus Brunner anstrebt. Die Kanaren könnten die Herausforderungen nicht alleine stemmen – es brauche ein klares Engagement sowohl des spanischen Staates als auch der Europäischen Union.
Aus dem Ministerium für Territorialpolitik von Ángel Víctor Torres wird das Treffen für Dienstagmorgen bestätigt. Torres wird die Kommission leiten, außerdem werden Clavijo und der Inselpräsident von El Hierro, Alpidio Armas, teilnehmen. Des Weiteren sind die Ministerien für Äußeres, Inneres, Migration und Soziales vertreten.
Quelle: europapress.es