
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Drogendealer in Telde gestellt
Ein Schlag gegen den Straßenhandel
Die spanische Nationalpolizei hat erneut zugeschlagen und einen mutmaßlichen Rauschgifthändler aus dem Verkehr gezogen. Im Rahmen der sogenannten „Operation Fear“ wurde ein 30-jähriger Mann im Barrio de El Calero in Telde auf Gran Canaria festgenommen. Der Vorwurf: Drogenhandel im kleinen Stil – doch die Wirkung solcher Geschäfte auf die Nachbarschaft ist oft verheerend.
Nachbarschaft als wachsames Auge
Was als leiser Verdacht begann, wurde zur Gewissheit: Anwohner hatten sich bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass ein Mann in ihrer Straße offenbar regelmäßig Drogen verkaufe. Diese Hinweise waren der Auslöser für monatelange Ermittlungen. Beamte der Drogenfahndung der Policía Judicial in Telde observierten den Verdächtigen, verfolgten seine Schritte und dokumentierten immer wieder Übergaben von Rauschgift gegen Bargeld. Auch Käufer wurden gestoppt und kontrolliert – bei ihnen fanden die Ermittler Substanzen, was die Beweiskette weiter festigte.
Ein Fund, der für sich spricht
Am 30. Oktober war die Geduld der Ermittler belohnt: Der Mann wurde festgenommen, seine Wohnung durchsucht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – im negativen Sinne. 17 verkaufsfertige Portionen Kokain, dazu 3,8 Gramm des Pulvers, fast 48 Gramm Haschisch-Pollen und gut 15 Gramm Marihuana wurden sichergestellt. Hinzu kamen 260 Euro Bargeld, die mutmaßlich aus Drogengeschäften stammen dürften, sowie mehrere hochwertige Uhren und zahlreicher Schmuck. Solche Gegenstände sind klassische Statussymbole eines Geschäfts, das auf dem Rücken Süchtiger aufgebaut wird.
Kein unbeschriebenes Blatt
Besonders pikant: Der Festgenommene war der Polizei kein Unbekannter. Bereits zweimal hatten ihn die Beamten zuvor wegen Drogendelikten ins Visier genommen. Wer zweimal erwischt wurde und weiter macht, zeigt, dass milde Strafen offenbar keine abschreckende Wirkung haben. Genau hier liegt das Problem: Der Kleindealer ist nicht das Übel, sondern das Symptom einer Kette, die bis zu den großen Syndikaten reicht. Doch ohne die Bekämpfung der kleinen Fische bleibt der große Fisch unantastbar.
Die Polizei betont in ihrer Bilanz die Bedeutung der Bürgerhinweise. Wer Verdächtiges beobachte, könne dies anonym über die Website der Nationalpolizei melden. Ein Angebot, das man nicht oft genug wiederholen kann – denn ohne die Kooperation der Bevölkerung blieben viele dieser Ermittlungen im Dunkeln. Der Festgenommene wurde inzwischen einem Richter vorgeführt, der über die weitere Haftfrage entscheiden muss. Wie die Ermittlungsbehörden mitteilen, wird der Mann sich nun für seine Taten verantworten müssen – ein weiterer Mosaikstein im Kampf gegen die Drogenkriminalität auf den Kanarischen Inseln. (Quelle: Europapress)
Quelle: europapress.es