
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Massiver Andrang zum Feiertag erwartet
304.000 Fahrzeuge erwartet
Zum Feiertag Allerheiligen steht der Straßenverkehr in der Region Murcia vor einer Bewährungsprobe. Die Provinzleitung der spanischen Verkehrsbehörde DGT rechnet für den Zeitraum von Freitagmittag bis Montagnacht mit rund 304.380 Fahrten auf den Fernstraßen. Hinzu kommen zahlreiche Kurzstrecken, insbesondere zu den Friedhöfen, wie die Behörde mitteilt.
Die Sonderoperation beginnt am Freitag um 15:00 Uhr und läuft bis zum 2. November um Mitternacht. In dieser Zeit sind entlang der Hauptverkehrsadern der Region verstärkte Kontrollen durch die Guardia Civil vorgesehen. Rund 238 Beamte der Verkehrsgruppe werden im Einsatz sein, unterstützt durch die Verkehrsleitzentrale und die variablen Anzeigetafeln an den wichtigsten Straßen.
Technik und Überwachung
Neben fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen kommen auch sieben mobile Radargeräte zum Einsatz. Zusätzlich können die Behörden auf Luftunterstützung durch Hubschrauber und Drohnen zurückgreifen. Verkehrsbeauftragte der Region appellieren an Autofahrer, die Stoßzeiten zu meiden. Besonders kritisch sind Freitagnachmittag zwischen 16:00 und 20:00 Uhr, Samstagvormittag von 9:00 bis 14:00 Uhr sowie Montag zwischen 16:00 und 21:00 Uhr.
Ausweichverkehr nach Andalusien
Ein weiterer Faktor könnte die Verkehrslage beeinflussen: Nach dem schweren Zugunglück in Urda ist die Bahnstrecke nach Andalusien unterbrochen. Die DGT rechnet deshalb mit einem spürbaren Anstieg des Autoverkehrs auf den Routen in den Südwesten Spaniens, teils mit Bussen, teils mit Privatfahrzeugen.
Um den Verkehr flüssig zu halten, sind temporäre Zusatzfahrstreifen und alternative Routenführungen zwischen den großen Städten geplant. Auch konkrete Maßnahmen an neuralgischen Punkten wurden angeordnet. Baustellen, die den Verkehr behindern könnten, werden vorübergehend stillgelegt. Sportveranstaltungen und andere Events, die Fahrbahnen beanspruchen, sind eingeschränkt. Ebenso gelten Beschränkungen für den Schwerlastverkehr, insbesondere für Gefahrguttransporte, zu bestimmten Zeiten.
Ratschläge für die Herbstfahrt
Die Behörde empfiehlt eine sorgfältige Reiseplanung und das Meiden ungünstiger Zeiten, wann immer möglich. Vor Fahrtantritt sollte der Zustand der Straßen über offizielle Kanäle geprüft werden – über die DGT-Website, die Social-Media-Kanäle oder die Telefonnummer 011.
Seit dem 1. Oktober gilt zudem die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse auf Autobahnen. Gerät der Verkehr ins Stocken oder kommt zum Stehen, müssen Fahrzeuge Platz für Einsatzfahrzeuge schaffen. Bei zwei Fahrstreifen weichen linke Fahrzeuge nach links, rechte nach rechts aus. Bei drei Spuren entsteht die Gasse zwischen der linken und der mittleren Spur. Die Regelung wird über die Anzeigetafeln kommuniziert.
Wetterumschwung und Sicherheit
Der Herbst bringt wechselhaftes Wetter mit sich. Plötzlich auftretende Wetterphänomene, weniger Tageslicht und rutschige Fahrbahnen erhöhen das Unfallrisiko. Es wird geraten, die Wettervorhersagen zu prüfen, das Fahrzeug zu kontrollieren und bei Regen, Nebel oder Frost besonders vorsichtig zu fahren. Im Pannenfall ist die Nutzung des Notfallblinklichts V-16 vorgeschrieben, um andere Verkehrsteilnehmer schnellstmöglich zu warnen.
Die Unfallstatistik zeigt: Bis Ende Oktober gab es in der Region 695 Unfälle mit Verletzten auf Überlandstraßen – ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 28 Menschen kamen dabei ums Leben, zwei weniger als im Vorjahreszeitraum. Wie die Europa Press berichtet, bleibt die Lage auf den Straßen angespannt.
Quelle: europapress.es