Barçelona-Camp weist Blocus-Verbindung zurück

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Barcelona

Barçelona-Camp weist Blocus-Verbindung zurück

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Camp-Vertreter betonen Gewaltfreiheit

Die Bewegung, die seit Ende September die zentrale Plaça de Catalunya in Barcelona besetzt hält, hat sich am Freitag eindeutig von den für Samstag angekündigten Aktionen des Bündnisses Blocus distanziert. In einer Stellungnahme gegenüber der Presse unterstrichen mehrere Sprecher des Camps, dass man weiterhin auf gewaltfreien Protest setze. Sollten Teilnehmer der Blocus-Demonstrationen versuchen, das Areal zu betreten, werde der bestehende Schutzzaun dies verhindern. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, sehen die Aktivisten keine Überschneidung ihrer Ziele mit jenen der separatistischen Gruppe.

Dialogbereitschaft, aber keine Räumung

Trotz der klaren Abgrenzung signalisierten die Organisatoren gleichzeitig Gesprächsbereitschaft mit der Generalitat, dem Provinzrat und dem Rathaus. Man sei offen für Verhandlungen, um eine Lösung zu finden, hieß es. Allerdings stellten die Vertreter klar, dass ein Abbruch der Protestaktion erst nach Vorlage konkreter, greifbarer Ergebnisse in Betracht gezogen werde. Die seit dem 28. September andauernde Besetzung des Platzes habe gezeigt, dass Selbstorganisation der richtige Weg sei, um verschiedene gesellschaftliche Realitäten zu integrieren.

Anspruch auf mehr als nur ein Dach über dem Kopf

Die Aktivisten wiesen darauf hin, dass das Camp weit mehr biete als nur Schlafplätze. Es gebe eine 24-Stunden-Krankenstation, psychologische Betreuung, drei Mahlzeiten täglich und ein Gemeinschaftsgefühl, das viele Bewohner seit Jahren nicht mehr erlebt hätten. Man verlange nun vergleichbare Ressourcen für alle Menschen ohne Wohnung in der Stadt. Ein Sprecher betonte, dass die Bewegung Menschen Sicherheit gebe, die diese seit Langem vermissten.

Haltung zum Generalstreik und Forderungen an die Verwaltung

Die für den 11. November angekündigte Generalstreik sehen die Besetzer als legitimes und notwendiges Druckmittel, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Allerdings reiche ein Streik allein nicht aus, um strukturelle Veränderungen herbeizuführen. Die Bewegung fordert, dass die Forderungen von der Straße in politisches Handeln übersetzt werden. Sie lud alle linken Kräfte auf kommunaler und regionaler Ebene ein, um gemeinsam an tragfähigen Konzepten zu arbeiten.

Sicherheitsbedenken nach Drohungen

In einer weiteren, dringlichen Bitte wandten sich die Camp-Bewohner an den Stadtrat. Man habe in den vergangenen Tagen Drohungen von faschistischen und ultrarechten Gruppen erhalten. Vor diesem Hintergrund fordern sie die Wiederherstellung der öffentlichen Beleuchtung auf dem gesamten Gelände. Aktuell sei man ein leichtes Ziel für Angriffe, während gleichzeitig die Straßenbeleuchtung für den Schutz lokaler Geschäfte als Priorität gelte. Man bitte daher um gleiche Aufmerksamkeit für die Sicherheit der hier lebenden Menschen.


Quelle: europapress.es

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