Elf Listen kämpfen um Cádiz' Sitze

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Andalusien

Elf Listen kämpfen um Cádiz' Sitze

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Deutlich weniger Bewerber als 2019

Die Parteienlandschaft in der Provinz Cádiz hat sich für die vorgezogenen Neuwahlen neu sortiert. Wie aus dem Staatsanzeiger (BOE) hervorgeht, stellen sich am 29. November insgesamt elf Parteien oder Bündnisse zur Wahl ins Abgeordnetenhaus. Beim Blick auf die Senatskandidaturen zeigt sich: Nur sieben Listen treten an – zwei weniger als noch bei der Wahl 2023.

Interessant ist die Entwicklung im Vergleich zu den letzten beiden Wahlterminen: Während 2019 noch zwölf Formationen für Cádiz um die Gunst der Wähler buhlten, ist die Zahl der Bewerber nun spürbar geschrumpft. Auch im Vergleich zu 2023 gibt es signifikante Verschiebungen, wie ein genauer Blick auf die zugelassenen Listen zeigt.

Neue Namen, alte Bekannte

Einige Parteien sind weiterhin mit von der Partie, andere haben sich umbenannt oder neu formiert. Die Sozialisten (PSOE), die Volkspartei (PP), Vox, Adelante Andalucía, das Frente Obrero, die Tierschutzpartei Pacma sowie die Kleinpartei „Por un mundo más justo“ treten unter ihren bekannten Namen an. Neu im Rennen sind dagegen das linke Bündnis Frente Amplio, Podemos, die Bewegung „Se acabó la fiesta“ sowie die Kommunistische Partei der Arbeiter Spaniens.

Das linke Lager hat sich offenbar neu aufgestellt: Die frühere Plattform Sumar firmiert nun als Frente Amplio. Wer im November nicht mehr auf dem Stimmzettel stehen wird, sind der Partido Feminista de España, die Null-Kürzungen-Allianz Recortes Cero und das Bündnis Caminando Juntos.

Strategische Bündnisse für den Senat

Besonders im Rennen um die Senatssitze zeigt sich eine taktische Neuausrichtung. Während das ehemalige Sumar-Bündnis nun gemeinsam mit den Sozialisten unter der Koalition „Senado de progreso“ antritt, verzichtet Vox auf eine eigene Senatskandidatur. Stattdessen unterstützt die Partei offenbar einen unabhängigen Kandidaten auf der Liste der konservativen Volkspartei – ein ungewöhnlicher Schachzug, der die Kräfteverhältnisse in der Kammer beeinflussen könnte.

Wie die regionalen Nachrichtenportale übereinstimmend berichten, deutet die geringere Anzahl an Bewerbern auf einen Konzentrationsprozess im politischen Spektrum hin. Ob dies den Wählern entgegenkommt oder die Auswahl einschränkt, wird sich am Wahlabend zeigen.


Quelle: europapress.es

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