Zwei Erdbeben erschüttern die Axarquía

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

velez-malaga

Zwei Erdbeben erschüttern die Axarquía

von Jonas Beck

Doppelter Erdstoß in der Morgendämmerung

Der Samstagmorgen begann in Südspanien mit einer unruhigen Erde. Zwei Erdbeben mit Epizentren in der Region Axarquía wurden in den frühen Morgenstunden registriert. Wie das Nationale Geographische Institut (IGN) mitteilt, ereignete sich der erste Stoß um 06:05 Uhr. Die Magnitude lag bei 2,0, das Zentrum befand sich südöstlich von Benamocarra in fünf Kilometern Tiefe.

Nur 18 Minuten später folgte um 06:23 Uhr ein weiteres Beben. Dieses Mal lag das Epizentrum südwestlich von Vélez-Málaga. Mit einer Stärke von 1,8 und einer Herdtiefe von neun Kilometern war dieser Stoß etwas schwächer. Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur wurden durch diese beiden Erschütterungen bislang nicht gemeldet.

Nacht mit Hauptbeben und über 40 Nachbeben

Die beiden Morgenbeben sind Teil einer seismischen Sequenz, die in der Nacht ihren Ausgangspunkt in der Provinz Granada hatte. Das Hauptbeben ereignete sich dort um 01:04 Uhr. Das IGN korrigierte die zunächst gemeldete Magnitude von 4,8 auf 5,0 mbLg. Das Epizentrum lag nordöstlich von Alhendín in lediglich zwei Kilometern Tiefe. Die Intensität erreichte Stufe V bis VI.

Die Erschütterung war in weiten Teilen Andalusiens zu spüren. In der Axarquía berichteten zahlreiche Anwohner davon, die Erschütterung deutlich wahrgenommen zu haben. Die Zeugenmeldungen aus den verschiedenen Gemeinden der Comarca waren umfangreich.

Überwachung und Schäden im Umland von Granada

Auf das Hauptbeben folgten mehr als 40 Nachbeben. Diese konzentrierten sich auf das städtische Umfeld von Granada, insbesondere auf Gójar, Ogíjares, La Zubia und Villa de Otura. Ein erstes Nachbeben der Stärke 2,6 wurde nur wenige Minuten nach dem Hauptstoß bei Gójar verzeichnet. Weitere Bewegungen erreichten Magnituden von 3,3 und 3,0.

Die Serie führte zu zahlreichen Anrufen bei der Notrufzentrale 112. Die andalusische Regionalregierung aktivierte daraufhin die Stufe 1 der Notfallphase ihres seismischen Risikoplans. In der Metropolregion Granada kam es zu Sachschäden: Es wurden herabfallende Fassadenteile, Dachziegel und kleinere Erdrutsche gemeldet. In Las Gabias musste ein Gebäude vorsorglich geräumt werden. Angaben zu Verletzten oder Todesopfern liegen derzeit nicht vor.

Das IGN betonte, dass die seismische Aktivität auch am Vormittag weitergehen könnte. Die Daten des Erdbebenkatalogs werden fortlaufend analysiert und können im Zuge der Prüfung noch revidiert werden.


Quelle: axarquiaplus.es