Vorwürfe gegen Mensaaufsicht nach Zwischenfall mit Schüler

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

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Vorwürfe gegen Mensaaufsicht nach Zwischenfall mit Schüler

von Redaktion

Ein Vorfall in der Schulmensa eines Grundschulers hat in Alhaurín de la Torre für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben der Mutter des betroffenen neunjährigen Jungen soll eine Aufsichtsperson das Kind beschimpft und gedemütigt haben. Die zuständige Cateringfirma bestätigte eine interne Untersuchung und eine disziplinarische Maßnahme.

Was geschah in der Mensa?

Laut dem Bericht der Mutter, den sie vor einigen Monaten via Social Media verbreitete, begann der Zwischenfall damit, dass ihrem Sohn Essen auf den Boden fiel. Die Monitora habe das Kind daraufhin als „dumm“ und „nutzlos“ bezeichnet und ihm gedroht, ihn wegen seiner Dummheit von der Mensa auszuschließen. Der Junge sei, vor den Augen anderer Kinder, die über die Szene lachten, „sehr gedemütigt“ gewesen und habe die Schule weinend und nervös verlassen.

Die Mutter suchte noch am selben Tag das Gespräch mit der Angestellten, die laut ihrer Schilderung die Beleidigungen fortsetzte und dies sogar auf die Familie des Jungen ausdehnte. Auch der Versuch, sich an die Schulleitung zu wenden, sei zunächst gescheitert, woraufhin sie Anzeige bei der Guardia Civil erstattete.

Wie reagierten Schule und Unternehmen?

Wie die andalusische Bildungsdelegation und das Catering-Unternehmen gegenüber Medien wie Malagahoy mitteilten, wurde der Vorfall umgehend untersucht. Die zuständige Firma aktivierte ihr internes Protokoll. Nach der Prüfung wurde die Mitarbeiterin vorübergehend suspendiert. Die Bildungsbehörde spricht von einer mutmaßlichen “unangemessenen Verhaltensweise”, betont aber auch, dass laut Aussagen der beteiligten Kinder „in keinem Fall eine körperliche Aggression“ vorgelegen habe.

Die Aufsichtsperson habe die disziplinarische Maßnahme anerkannt und abgesessen, so das Unternehmen. Nach der Strafe sei sie wieder eingestellt worden, arbeite allerdings „ohne direkten Kontakt zu den Mensagästen“.

Unmut der Familie über Rückkehr der Angestellten

Für die Familie ist die Rückkehr der gleichen Person an den Arbeitsplatz jedoch ein Problem. Zwei Monate nach dem Vorfall sei der Sohn erneut „aufgelöst“ nach Hause gekommen, als er die Monitora wieder sah. Die Schulleitung habe der Familie daraufhin erklärt, dass die Strafe verbüßt sei und eine Wiedereingliederung daher möglich wäre.

Das Cateringunternehmen hat in einer Stellungnahme den öffentlichen Diskurs über soziale Medien bedauert und dazu aufgerufen, Konflikte primär im direkten Dialog zu lösen. Man stelle dafür spezielle Kanäle bereit und betone das Commitment, die Mensa als einen „sicheren, einladenden und pädagogischen“ Ort zu erhalten. Für die betroffene Mutter bleibt der Fall jedoch ein Beispiel für mangelnde Konsequenz, wenn es um den Schutz von Kindern vor verbalen Übergriffen geht.

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