Spanien trauert um Fátima Báñez

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Toledo

Spanien trauert um Fátima Báñez

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Tödlicher Unfall erschüttert Spaniens Wirtschaftselite

Der Tod von Fátima Báñez bei dem Zugunglück am Mittwoch bei Urda in der Provinz Toledo hat im ganzen Land Bestürzung ausgelöst. Die frühere Ministerin für Arbeit und Soziales sowie Präsidentin der Stiftung der spanischen Unternehmervereinigung CEOE befand sich unter den Opfern des verunglückten Iryo-Zuges. Die Nachricht löste eine Welle der Anteilnahme aus, die von politischen Weggefährten bis hin zu langjährigen Verhandlungspartnern reicht.

Erinnerungen an eine engagierte Vermittlerin

Besonders groß ist die Betroffenheit innerhalb der CEOE, wo Báñez seit 2020 als Präsidentin der Fundación CEOE tätig war. Der Verband würdigte sie als „fundamentale Figur“ bei der Modernisierung der Organisation und hob ihre menschliche Wärme und ihren festen Wertekompass hervor. Lorenzo Amor, Vizepräsident der CEOE und Präsident des Selbstständigenverbands ATA, schrieb auf der Plattform X, dass mit ihr eine „große Kollegin und bessere Freundin“ gehe, die „im Dienst“ gestorben sei.

Auch von regionalen Unternehmerverbänden kamen kondolierende Worte. Die Vereinigung der andalusischen Unternehmer (CEA), aus deren Region Báñez stammte, sprach von einem „immensen Schmerz“ und betonte ihr unvergessliches Engagement für Andalusien. Miguel Garrido, Präsident der Madrider Unternehmervereinigung, zeigte sich zudem tief getroffen und erinnerte an die gemeinsamen Jahre der Zusammenarbeit.

Dialog über Parteigrenzen hinweg

Die Anteilnahme beschränkt sich nicht auf die Arbeitgeberseite. Auch die Gewerkschaften zeigten sich bestürzt. UGT-Generalsekretär Pepe Álvarez erklärte, dass der Verlust besonders schwer wiege, wenn man über Jahre hinweg Verhandlungen und Dialog geteilt habe. CCOO und USO sprachen ihr Beileid aus und erinnerten an die Zusammenarbeit mit der Verstorbenen.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, hob auch der Präsident von Foment del Treball, Josep Sánchez Llibre, ihre Rolle hervor und sprach von einem „schrecklichen Unfall“ mit Dutzenden Opfern. Antoni Cañete von Pimec erinnerte an die gemeinsame Arbeit an der Arbeitsmarktreform von 2012 und sprach von „geteilten Momenten und Anstrengungen“. Die digitale Industrie (Ametic) sowie Vertreter aus der Wirtschaft, wie Mapfre-Chef Antonio Huertas, schlossen sich den Beileidsbekundungen an und würdigten Báñez' öffentliches Engagement.

Das Unglück reiße eine Lücke in die spanische Wirtschafts- und Sozialpolitik, in der Báñez über Jahre als Brückenbauerin galt. Ihr Tod hinterlasse nicht nur bei ihrer Familie und Freunden, sondern in der gesamten „spanischen Unternehmerfamilie“ eine tiefe Leere.


Quelle: europapress.es

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