
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
Sevilla vereint sich gegen Brustkrebs
Ein Abend im Zeichen der Forschung
In den Reales Alcázares von Sevilla ist am Donnerstagabend die fünfte Auflage der Gala Rosa über die Bühne gegangen. Veranstalterin war erneut die Vereinigung Lazo Rosa, die mit dem Abend ein klares Ziel verfolgt: die wissenschaftliche Arbeit im Kampf gegen den Brustkrebs voranzutreiben. Wie die Stiftung mitteilte, stand die Veranstaltung in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Las manos que nos cuidan“ – ein Appell, der die Bekämpfung der Krankheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht.
Geld für das Virgen del Rocío
Die Erlöse des Abends fließen nach Angaben der Organisatoren vollständig in die Forschungsabteilung des Universitätskrankenhauses Virgen del Rocío in Sevilla. Der entsprechende Spendenscheck soll demnach in den kommenden Tagen übergeben werden. Die Vereinigung betonte in ihrer Mitteilung, dass Forschung auf kontinuierliche Mittel und den Rückhalt der Gesellschaft angewiesen sei. Jede einzelne Spende, jede unternehmerische Kooperation und jede zivilgesellschaftliche Initiative könne dazu beitragen, dass Forscherinnen und Forscher bessere Chancen erhielten.
Persönliche Motivation der Gründerin
Hinter dem Projekt steht die Journalistin Maribel Fatou, die die Vereinigung Lazo Rosa leitet und die Gala ins Leben gerufen hat. Fatou ist selbst an Brustkrebs erkrankt. Diese persönliche Erfahrung, so ließ sie am Abend verlauten, verleihe der Veranstaltung eine besondere Tiefe. Es gehe darum, die eigene Geschichte in eine Initiative zu verwandeln, die Jahr für Jahr daran erinnere, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch mit einer eigenen Biografie stehe. Fortschritte in der Wissenschaft bedeuteten neue Perspektiven für Betroffene und deren Angehörige.
Raum für Erinnerung und Anerkennung
Neben dem Spendenzweck bot der Abend auch Gelegenheit, an jene zu erinnern, die der Krankheit erlegen sind. Die Vereinigung sprach in diesem Zusammenhang von Menschen, die den Kampf verloren haben, deren Andenken aber in ihrer Familie und ihrem Freundeskreis fortlebe. Gleichzeitig wurden sechs Persönlichkeiten und Institutionen für ihr Engagement gewürdigt.
Sechs Preisträger geehrt
Zu den Ausgezeichneten zählte der öffentlich-rechtliche Sender Canal Sur Radio, der sich in der Berichterstattung über die Krankheit verdient gemacht hat. Den Preis nahm der Senderdirektor Juanmi Vega entgegen. Ebenfalls geehrt wurden Silvia Pozo Sánchez von der andalusischen Regionalregierung, der Unternehmer Pedro Robles, der an der Universität Loyola tätige Mediziner Salvador Bofill sowie Jorge Cadaval und Charo Meléndez. Die Auszeichnungen, so die Veranstalter, würden Persönlichkeiten würdigen, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln für das Wohl der Gesellschaft einsetzen. Maribel Fatou übergab die Ehrungen persönlich.
Quelle: europapress.es