Palacio Riquelme: Zweite Sanierungsphase startet

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Jerez de la Frontera

Palacio Riquelme: Zweite Sanierungsphase startet

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Millioneninvestition in historische Bausubstanz

Die Sanierung des Palacio Riquelme in Jerez de la Frontera schreitet voran. Das lokale Gremium hat den Auftrag für die zweite Bauphase offiziell vergeben. Der Zuschlag ging an das Bauunternehmen EJOC2004, das bereits die ersten Arbeiten an dem Gebäude ausgeführt hat. Das Auftragsvolumen für die neuen Maßnahmen beläuft sich auf rund 1,31 Millionen Euro.

Fokus auf Innenbereiche und Fassadenelemente

Die bevorstehenden Arbeiten, für die eine Dauer von zwölf Monaten veranschlagt ist, zielen hauptsächlich auf das Innere des Bauwerks ab. Im Mittelpunkt stehen die Wiederherstellung der beiden Innenhöfe sowie die Sanierung der sie verbindenden Galerie. Zudem ist die Instandsetzung eines eingeschossigen Anbaus entlang der Calle Cordobeses geplant, der neue Verkleidungen und technische Installationen erhalten soll.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Restaurierung einer neoklassizistischen Innenfassade im Bereich des ehemaligen Kutschenhofs. Auch die Brandmauern zur Calle Cordobeses werden behandelt, wo eine historische, bislang vermauerte Türöffnung wieder zugänglich gemacht werden soll. In der Calle Alegría stehen die Wiederherstellung von Fensteröffnungen und die Reparatur der vorhandenen Gitter an.

Erste Etappe erfolgreich abgeschlossen

Der jetzigen Vergabe ging eine erste Ausbaustufe voraus, die mit etwa 755.000 Euro zu Buche schlug und ebenfalls von EJOC2004 realisiert wurde. Diese Phase konzentrierte sich auf die Hauptfassade und die ersten beiden Gebäudeabschnitte. Dabei wurden tragende Wände, Pilaster und Säulen strukturell gesichert sowie neue Decken und Dächer in Anlehnung an die historischen Baumethoden eingezogen.

Ein zentraler Bestandteil war die aufwendige Restaurierung der steinernen Renaissance-Fassade. Spezialisierte Fachkräfte führten Reinigungs-, Festigungs- und Schutzarbeiten durch, um die architektonischen Details des repräsentativen Gebäudeteils zu erhalten. Die Behörde wertet den Abschluss der ersten Etappe als großen Fortschritt für ein Anwesen, das über Jahrzehnte dem Verfall preisgegeben war. Die Maßnahmen dienen laut Stadtverwaltung der langfristigen Sicherung der Bausubstanz und bereiten die weiteren Schritte der Gesamtsanierung vor.

Die Lokalpolitik sieht in dem Projekt einen entscheidenden Baustein zur Belebung des historischen Zentrums von Jerez. Die zuständige Dezernentin für Stadtentwicklung und Wohnen betonte den hohen historischen und künstlerischen Wert des Gebäudes. Die Restaurierung zähle zu den bedeutendsten Initiativen der Kommunalregierung für den Erhalt des städtischen Erbes. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, soll die Sanierung dazu beitragen, den Palacio Riquelme dauerhaft für die Nachwelt zu bewahren und in das städtische Gefüge zu integrieren.


Quelle: europapress.es

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