Neue Biopsie-Technik gegen Brustkrebs

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Marbella

Neue Biopsie-Technik gegen Brustkrebs

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Radiologie am Costa del Sol setzt auf Hightech

Das Krankenhaus an der Costa del Sol erweitert sein Angebot in der Krebsdiagnostik: Die Radiologie-Abteilung setzt nun auf eine Biopsie-Technik, die von Magnetresonanztomographie (MRT) gesteuert wird. Wie die Klinik mitteilt, ermöglicht dieses Verfahren einen präziseren Zugriff bei komplexen Befunden und gleicht das Angebot an andere moderne Zentren in Andalusien an.

Wenn Ultraschall und Mammografie nicht ausreichen

Die neue Methode kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn verdächtige Veränderungen nur im MRT sichtbar sind, nicht aber in herkömmlichen Untersuchungen wie Ultraschall oder Mammografie. Bisher mussten Ärzte in solchen Fällen häufig zu einer explorativen Operation in den OP-Saal ausweichen. Mit der neuen Technik können die Spezialisten die Biopsienadel nun millimetergenau an die Stelle der Auffälligkeit führen. Das ist besonders bei sehr kleinen Herden wichtig.

Schonendes Verfahren mit Vakuum-Unterstützung

Der leitende Arzt der Brustbildgebung, Gerardo Blanco, betont die gute klinische Abstimmung, die für die Einführung nötig war. Das Verfahren arbeitet mit einer dickeren Nadel und einem Vakuumsystem. Dadurch können Gewebeproben in einem Durchgang entnommen werden, während bei einer herkömmlichen Stanzbiopsie die Nadel für jede Probe neu positioniert werden muss. Der Eingriff findet ambulant unter lokaler Betäubung statt und dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten. Zur Markierung der entnommenen Stelle wird ein kleiner Clip gesetzt, der bei späteren Behandlungen helfen soll. Die Patientinnen können die Klinik noch am selben Tag verlassen.

Vorteile für die Operationsplanung

Die Radiologie-Chefin Carmen Lozano hebt den Nutzen für die weitere Behandlung hervor. Die Technik liefere eine Art Landkarte des Tumors: Sie bestätige nicht nur frühzeitig bösartige Veränderungen, sondern zeige auch die genaue Ausdehnung der Läsion. Für die Chirurgen bedeutet das eine sichere Entfernung des kranken Gewebes, wobei gesundes Brustgewebe weitgehend erhalten bleibt. Nachangriffe könnten so vermieden werden.

Zielgruppe und Ausblick

Die Untersuchung richtet sich vor allem an Frauen mit dichtem Brustgewebe, mit erhöhtem genetischem Risiko oder an bereits erkrankte Patientinnen, bei denen weitere Tumorherde im Raum stehen. Die Klinik, die auch für andere Gemeinden der Region zuständig ist, rechnet damit, dass etwa 30 Patientinnen pro Jahr von dem neuen Angebot profitieren. Wie das Haus weiter erklärte, verkürzen sich durch den Schritt die Wartezeiten bei der Diagnose, was die Unsicherheit für die Betroffenen reduziert. Wie das Nachrichtenportal Diario Sur berichtet, konsolidiert das Krankenhaus damit seine Brustkrebs-Einheit.


Quelle: diariosur.es

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