Lehrkräfte besetzen Schulen in Fuenlabrada

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Fuenlabrada

Lehrkräfte besetzen Schulen in Fuenlabrada

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Nächtlicher Protest gegen die Bildungspolitik

In Fuenlabrada haben sich Lehrkräfte erneut zu einer nächtlichen Protestaktion versammelt. Wie mehrere Teilnehmer berichten, besetzten Dutzende Pädagogen am Freitagabend insgesamt vier Schulen der Stadt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Bildungsverwaltung unter Leitung von Mercedes Zarzalejo bleibt aufgefordert, den Dialog mit den Streikenden aufzunehmen.

Die Aktion startete im Anschluss an eine regionale Versammlung um 18 Uhr. Betroffen sind die Grundschulen Ramón y Cajal, Carlos Cano und Dulce Chacón sowie das Gymnasium Carpe Diem. Die Protestierenden kündigten an, die Einrichtungen über Nacht besetzt zu halten.

Deutliche Teilnehmerzahlen und Symbolwirkung

Ein an der Besetzung beteiligter Lehrer bezifferte die Zahl der Teilnehmer in der Grundschule Ramón y Cajal auf rund 50 Personen, darunter auch einige Eltern. Im benachbarten Schulzentrum Dulce Chacón versammelten sich den Angaben zufolge sogar bis zu 150 Menschen. Die Wahl der Nachtaktion begründeten die Teilnehmer mit der hohen Sichtbarkeit, die notwendig sei, um den seit dem 14. Oktober laufenden unbefristeten Streik fortzusetzen. Man erhoffe sich so einen spürbaren Druck auf die Ministerin, um endlich Verhandlungen zu ermöglichen.

Vorherige Aktionen und zentrale Forderungen

Die aktuellen Besetzungen sind nicht die ersten ihrer Art. Bereits am Donnerstag hatten sich etwa 40 Lehrkräfte im Gymnasium Numancia im Madrider Stadtteil Puente de Vallecas eingeschlossen. Eine Teilnehmerin berichtete, dass die Gruppe eigentlich die Nacht dort verbringen wollte, jedoch gegen 1:30 Uhr von Einsatzkräften der Nationalpolizei des Gebäudes verwiesen wurde.

Darüber hinaus hatten sich am Donnerstagmorgen neun Vertreter des Streikkomitees in der Generaldirektion für Personalressourcen der Bildungsverwaltung eingeschlossen. Mit dieser Aktion versuchten sie, ein direktes Gespräch mit Führungskräften des Ministeriums zu erzwingen.

Die Streikenden, die sich in der vierten Woche ihres Ausstands befinden, formulieren ein umfangreiches Forderungspaket. Dieses beinhaltet eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung auf 17 Wochenstunden im Sekundarbereich und in der Berufsausbildung sowie auf 22 Stunden in der Grundschule. Zudem verlangen sie kleinere Klassen, eine personelle Aufstockung im Bereich der psychologischen Beratung und der Förderung von Schülern mit besonderem Förderbedarf. Weitere Kernpunkte sind Maßnahmen gegen schulische Segregation, die Wiedereinführung von Sprachförderklassen für Neuankömmlinge sowie die Abschaffung des derzeitigen Bilingualmodells. Schließlich fordern die Lehrkräfte eine monatliche Gehaltserhöhung von 600 Euro, eine Angleichung der Bezüge sowie einen Gefahrenzuschlag für den Bereich der Sonderpädagogik. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, dokumentieren diese Forderungen die anhaltende Unzufriedenheit im Kollegium.


Quelle: europapress.es

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