Klimaanlagen für Werkstätten in Granada ausgeschrieben

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Granada

Klimaanlagen für Werkstätten in Granada ausgeschrieben

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Investition in die Infrastruktur des Centro Albayzín

Die Arbeitsverwaltung Andalusiens (SAE) in Granada hat ein öffentliches Vergabeverfahren für die Klimatisierung der Werkstatthallen des renommierten Centro Albayzín gestartet. Das Auftragsvolumen für die geplanten Baumaßnahmen beläuft sich auf 188.936,56 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Wie aus dem von der Verwaltung veröffentlichten und von Europa Press eingesehenen Vergabedokument hervorgeht, haben interessierte Unternehmen noch bis zum 10. November dieses Jahres Zeit, ihre Angebote einzureichen.

Technische Details und zeitlicher Rahmen

Die ausgeschriebenen Arbeiten zielen darauf ab, in den Taller-Naves ein optimales Raumklima zu schaffen. Aufgrund der sehr hohen Deckenkonstruktionen der Gebäude ist eine technische Nachrüstung erforderlich, um je nach Jahreszeit angemessene Bedingungen für Heizung, Kühlung und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Nach der Unterzeichnung des Feststellungsprotokolls zur örtlichen Einmessung ist für die Umsetzung der Maßnahmen eine reine Bauzeit von zwei Monaten veranschlagt.

Standorte und Funktion der Einrichtung

Während sich die administrative Zentrale des Centro de Formación en Artesanía, Restauración y Rehabilitación de Patrimonio Histórico, Artístico y Cultural Albayzín im historischen Konvent Santa Inés im namensgebenden Stadtviertel befindet, liegen die von der Ausschreibung betroffenen Werkstattgebäude in der Calle Santiago de la Espada im Nordbezirk der andalusischen Stadt. In diesen Hallen werden Auszubildende und Lehrende aus verschiedenen Gewerken unterrichtet.

Zwei Jahrzehnte Kompetenzzentrum

Die Geschichte des Centro Albayzín reicht bis ins Jahr 2001 zurück. Seit seiner Gründung hat sich die Institution als bedeutender Ausbildungsort für Fachkräfte in den Bereichen Kunsthandwerk, Restaurierung und Denkmalpflege etabliert. Ein Meilenstein war die Integration in das Netzwerk der berufsbezogenen Weiterbildungsschulen des SAE im Jahr 2015.

Nur vier Jahre später, 2019, erfolgte die bundesweite Anerkennung: Der Ministerrat stufte das Zentrum als nationales Referenzzentrum (CRN) für das Kunsthandwerk in vier beruflichen Bereichen der Kunst- und Handwerksfamilie ein. Diese Kategorien umfassen traditionelles Kunsthandwerk, Bau und Wartung von Musikinstrumenten, künstlerische Wiederherstellung sowie Glas und Keramik.

Qualifizierung mit Alleinstellungsmerkmalen

Diese herausgehobene Stellung grenzt das Centro Albayzín auf lediglich 40 vergleichbare Institutionen in ganz Spanien ein, die sich auf Innovation und permanente Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Branchen spezialisiert haben. Das Angebot der Einrichtung kombiniert praktische Berufsausbildung mit Forschungs- und Wissenstransferprojekten für Unternehmen und Verbände des Handwerkssektors.

Charakteristisch für die Lehrgänge ist ihr ausgeprägter Praxisbezug sowie die nationale Einzigartigkeit mancher Ausbildungsinhalte. Das aktuelle Kursprogramm umfasst unter anderem die Restaurierung von Antikmöbeln, die Pflege von Teppichen und Wandbehängen, die Regulierung von Klavieren sowie die traditionelle granadinische Einlegetechnik (Taracea). Eigenständig entwickelte neue Lehrgänge wie die traditionelle Dekoration auf Keramik oder die Textilrestaurierung wurden bereits staatlich anerkannt.

Für ihre Arbeit erhielt die Einrichtung bereits hohe Auszeichnungen, darunter den Nationalpreis für Handwerk in der Kategorie zur Förderung öffentlicher Einrichtungen. Dieser würdigte ein inklusives Ausbildungsprogramm, das erstmals in Spanien Menschen mit geistiger Behinderung eine offizielle handwerkliche Qualifikation ermöglichte. Ein weiterer Preis, der Magallanes-Elcano, wurde für das Projekt zur Kapazitätserweiterung verliehen.


Quelle: europapress.es

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