Friedhofsdiebe in Granada gefasst

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Pulianas

Friedhofsdiebe in Granada gefasst

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Schutzlos gegen Buntmetall-Diebe

Immer wieder schlagen Diebe auf Friedhöfen zu, um an das wertvolle Metall der Grabdekorationen zu gelangen. Ein solcher Fall beschäftigte zuletzt die Ermittler der Guardia Civil in der Provinz Granada. Drei Männer im Alter von 28 bis 48 Jahren stehen nun im Verdacht, in der Gemeinde Pulianas zugeschlagen zu haben.

Wie die Behörden mitteilten, konnte das Sonderteam ROCA der Guardia Civil die Männer als mutmaßliche Täter identifizieren. Ihnen wird vorgeworfen, in der Nacht zum vergangenen Wochenende gewaltsam in das örtliche Friedhofsgelände eingedrungen zu sein und dort mehrere bronzene Skulpturen sowie weiteren Grabschmuck abtransportiert zu haben.

Hehler entlarvt

Der entscheidende Hinweis kam aus dem Handel: Bei der Überprüfung von Ankaufstellen für Altmetall wurden die Ermittler fündig. In einem Geschäft entdeckten sie mehrere Gegenstände, die zu den gestohlenen Stücken passten. Die Beamten stellten die Ware sicher. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Verkäufer offenbar falsche Personalien angegeben hatten. Die Ermittlungen führten schließlich zu den drei Tatverdächtigen, die vorläufig festgenommen wurden.

Gegen den Betreiber des Ankaufgeschäfts wird ebenfalls ermittelt. Der 64-Jährige soll die Gegenstände wissentlich erworben haben und muss sich nun wegen Hehlerei verantworten. Er wurde bereits der Justiz übergeben, ebenso wie die drei mutmaßlichen Diebe, die am Tag nach ihrer Festnahme einem Richter vorgeführt wurden.

Schaden von 20.000 Euro

Die Polizei geht davon aus, dass der Diebstahl einen erheblichen finanziellen Schaden verursacht hat. Der Wert der entwendeten Stücke und der angerichteten Zerstörungen wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Besonders bitter für die Angehörigen: Viele der Gegenstände haben einen großen ideellen Wert, der sich nicht in Geld beziffern lässt.

Bislang haben sich 14 Geschädigte bei den Behörden gemeldet. Da noch nicht alle sichergestellten Teile zugeordnet werden konnten, rechnen die Ermittler mit weiteren Anzeigen. Die bereits identifizierten Objekte wurden ihren Eigentümern zurückgegeben. Wer noch Gegenstände vermisst, kann sich an die zuständige Polizeidienststelle wenden. Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeindeverwaltung habe sich dabei als hilfreich erwiesen, so die Ermittler.

Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet, dauern die Untersuchungen an, um alle möglichen Opfer ausfindig zu machen. Die Verdächtigen müssen sich nun wegen schweren Diebstahls verantworten – ein Delikt, das in Spanien mit Freiheitsstrafen geahndet werden kann. Für die Hinterbliebenen bleibt die Hoffnung, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden und solche Vorfälle künftig seltener werden.


Quelle: europapress.es

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