Heroischer Einsatz am Bahnhof Joaquín Sorolla

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Valencia

Heroischer Einsatz am Bahnhof Joaquín Sorolla

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Ein zweites Leben: Polizisten trotzen dem Tod am Valençiaer Bahnhof

Es ist eine Szene, die man so schnell nicht vergisst: Ein Mann liegt regungslos im Kofferraum eines Autos, sein Körper ist leblos, die Beine hängen auf den Boden. Kein Atemzug, kein Puls – nur die schiere Panik eines Parkhausmitarbeiters, der den Unglücklichen am Mittwochmorgen im Parkhaus der AVE-Station Joaquín Sorolla in València entdeckt. Doch an diesem Tag sollte aus einer scheinbar aussichtslosen Lage ein Triumph des beherzten Eingreifens werden.

Wie die Polizeibehörde mitteilt, waren drei Beamte, die sich auf dem Weg zu ihrer Dienststelle in Chelva befanden, zur falschen Zeit am richtigen Ort. Sie zögerten keine Sekunde. Während der eine die Rettungskette in Gang setzte, begannen die anderen sofort mit der Herzdruckmassage – minutenlang, im Wechsel, unterstützt durch die telefonische Anleitung des Notrufs 112. Es ist genau dieses beherzte Handeln, das den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmacht. Wer jetzt noch an der Effizienz der spanischen Sicherheitskräfte zweifelt, dem sei dieser Einsatz als Beweis vor Augen geführt.

Die Koordination war makellos: Ein weiteres Polizeifahrzeug brachte einen Defibrillator aus der Station herbei, während eine zufällig vorbeikommende Ärztin ohne zu zögern half und die Elektroschocks setzte. Hier zeigt sich, was möglich ist, wenn Professionialität und Zivilcourage ineinandergreifen. Die Kritiker, die immer wieder das langsame Tempo der spanischen Bürokratie beklagen, werden an diesem Morgen eines Besseren belehrt. Innerhalb kürzester Zeit war der Notarzt vor Ort, stabilisierte den 52-jährigen Mann und brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er auf der Intensivstation behandelt wird.

Die spätere Rückmeldung aus der Klinik ist die schönste Bestätigung: Der Mann hat überlebt – dank der schnellen und professionellen Reanimation der Beamten. Sie haben nicht nur ihre Pflicht erfüllt, sie haben ein Leben gerettet. Eine Geschichte, die zeigt, dass der Tod oft nur einen Herzschlag entfernt ist – aber auch das Leben, wenn Menschen wie diese drei Polizisten Verantwortung übernehmen.


Quelle: europapress.es

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