Einbeiniger Parkour-Sportler holt Golden Buzzer in den USA

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Rincón de la Victoria

Einbeiniger Parkour-Sportler holt Golden Buzzer in den USA

von Jonas Beck

Golden Buzzer in den USA

Die Talentshow America's Got Talent hat einen neuen Höhepunkt erlebt: Der 23-jährige Rubén Roldán aus Rincón de la Victoria in der Provinz Málaga hat mit einer atemberaubenden Parkour-Performance den Golden Buzzer der Jury erhalten. Wie die spanische Zeitung Diario Sur berichtet, sicherte sich der Sportler damit das direkte Ticket für die nächste Runde des Wettbewerbs. Sein Auftritt vor den Juroren war Teil eines aufwendig gestalteten Hindernisparcours, den er mit akrobatischen Sprüngen und fließenden Bewegungen bewältigte – das Publikum reagierte mit tosendem Applaus.

Vom Unfall zur Weltklasse

Roldán verlor im Alter von neun Jahren bei einem Unfall mit einem Traktor ein Bein. Statt aufzugeben, fand er im Sport eine neue Motivation. Er entwickelte sich zu einem Spezialisten in der Disziplin Parkour, bei der es darum geht, Hindernisse mit Sprüngen und akrobatischen Bewegungen zu überwinden – und das mit nur einem Bein. Seine Fähigkeiten brachten ihm bereits vier Guinness-Weltrekorde ein. In den letzten Monaten hat er sich zudem dem adaptiven Klettern zugewandt, um sich für die Paralympischen Spiele in Los Angeles zu qualifizieren. Diese Vorbereitung führte ihn auch zur Teilnahme an der US-amerikanischen Talentshow, wo er seine persönliche Geschichte und sein sportliches Können präsentierte.

Neue Ziele und lokale Ehre

In seiner Heimatgemeinde Rincón de la Victoria wurde Roldán bereits bei der ersten Sportgala für seine Verdienste ausgezeichnet. Die Gemeinde würdigt ihn als Beispiel für den Sport als sozialen und wirtschaftlichen Faktor. Nun muss er in den kommenden Runden von America's Got Talent erneut sein Können unter Beweis stellen, um das Finale zu erreichen. Eine neue Herausforderung für einen Athleten, der seit Jahren zeigt, dass körperliche Einschränkungen keine Grenzen setzen müssen.


Quelle: axarquiaplus.es