Vier Polizeiwaffen verschwunden – Opposition verlangt Konsequenzen

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Rincón de la Victoria

Vier Polizeiwaffen verschwunden – Opposition verlangt Konsequenzen

von Jonas Beck2 Min. Lesezeit

Opposition verlangt lückenlose Aufklärung im Fall verschwundener Polizeiwaffen

In der Gemeinde Rincón de la Victoria sorgt das Verschwinden von vier Dienstwaffen aus den Räumen der örtlichen Polizei für politischen Zündstoff. Die drei Oppositionsfraktionen – PSOE, Con Rincón und Por Mi Pueblo – haben geschlossen ein außerordentliches Plenum sowie die Einsetzung einer Untersuchungskommission beantragt. Sie werfen dem konservativen Regierungsteam um Bürgermeister Francisco Salado mangelnde Transparenz und unzureichende Kontrollmechanismen vor.

Forderungen nach Rechenschaft und personellen Konsequenzen

In einer gemeinsamen Stellungnahme betonten die Sprecher die Schwere des Vorfalls. Es handle sich nicht um ein bloßes Verwaltungsversagen, sondern um einen sicherheitsrelevanten Vorgang, der Fragen zur internen Organisation der Polizeibehörde aufwerfe. Die Opposition verlangt vollständigen Zugang zu den entsprechenden Akten und eine detaillierte Chronologie der Ereignisse.

Antonio Sánchez, Sprecher der PSOE, unterstrich die Notwendigkeit lückenloser Rückverfolgbarkeit von Dienstwaffen. „Es kann nicht sein, dass Waffen ohne jede Kontrolle gelagert werden“, kritisierte er. Die Tatsache, dass der Verlust nicht sofort gemeldet worden sei, lasse tief blicken. Die Sozialisten fordern eine vollständige Inventur sowie die Offenlegung aller internen Prüfprotokolle.

Kritik an Informationspolitik der Gemeindeverwaltung

Rocío Calderón von Con Rincón richtete ihre Vorwürfe direkt an das Bürgermeisteramt. Die Informationspolitik sei unzureichend gewesen, die Öffentlichkeit viel zu spät unterrichtet worden. „Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, was in ihrer Polizeiwache passiert“, sagte sie. Die Fraktion verlangt eine lückenlose Aufarbeitung, wer wann von dem Vorfall wusste und welche Schritte eingeleitet wurden.

José María Gómez von Por Mi Pueblo ging einen Schritt weiter und forderte den Rücktritt des für die Polizei zuständigen Stadtrats. Zugleich stellte er klar, dass die Beamten selbst nicht pauschal in den Verdacht geraten dürften. Die Ermittlungen müssten die Verantwortlichen präzise benennen, ohne die gesamte Polizeitruppe zu diskreditieren. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Integrität unserer Polizei beschädigt wird“, betonte er.

Offene Fragen und nächste Schritte

Die Opposition will in dem beantragten Sonderplenum konkrete Antworten erhalten: Wann wurde der Verlust bemerkt? Warum dauerte die Meldung an die Behörden an? Und welche Sicherheitsvorkehrungen gab es bislang? Die Fraktionen kündigten an, ihre Forderungen notfalls mit allen parlamentarischen Mitteln durchzusetzen und den Vorgang bis zur vollständigen Aufklärung zu verfolgen.


Quelle: axarquiaplus.es

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