186 Liter pro Quadratmeter in La Murta

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Alzira

186 Liter pro Quadratmeter in La Murta

von Redaktion3 Min. Lesezeit

Nächtliche Gewitterfront sorgt für Rekordwerte

Eine Serie unregelmäßiger Gewitterzellen hat am Freitagabend weite Teile der Küsten- und Vorküstenregionen der Provinz Valencia erfasst. Wie die Associació Valenciana de Meteorologia (Avamet) mitteilt, registrierte die Messstation in La Murta bei Alzira dabei einen Spitzenwert von 186 Litern pro Quadratmeter. Die Niederschläge konzentrierten sich auf die späten Nachmittags- und Abendstunden, während die Nacht weitgehend ruhig blieb.

Zweistellige Werte in zahlreichen Gemeinden

In vielen Orten der Region schwankten die gemessenen Mengen zwischen 20 und 50 Litern pro Quadratmeter. Deutlich höhere Werte verzeichnete neben La Murta auch Peñíscola an der Küste von Castellón, wo 145 Liter pro Quadratmeter zusammenkamen, so Avamet.

In der Stadt Valencia setzte der Regen gegen 20 Uhr ein. Die Niederschlagsmengen fielen dort uneinheitlich aus: Während das offizielle Messgerät der Staatlichen Wetteragentur Aemet 22,7 Liter pro Quadratmeter anzeigte, registrierte die städtische Station an der Calle Ibiza mit 38,25 Litern den höchsten Wert im Stadtgebiet. Weitere Messpunkte in der Stadt lagen zwischen 3,4 Litern (Kläranlage Perellonet) und 36,8 Litern (El Saler).

Einsatzkräfte melden überschaubare Schäden

Trotz der teils heftigen Regenfälle blieb die Lage in der Nacht überschaubar. Die Stadt Valencia verzeichnete lediglich zehn Einsätze der kommunalen Feuerwehr, die überwiegend umgestürzte Äste betrafen. Im gesamten Gebiet der Valencianischen Gemeinschaft bearbeitete das Koordinationszentrum für Notfälle (112 CV) zwischen Donnerstagmorgen und Samstagvormittag insgesamt 266 wetterbedingte Vorfälle. Auf die Provinzen verteilt entfielen 139 Meldungen auf Valencia, 72 auf Alicante und 55 auf Castellón.

Besonders betroffen waren die Städte Valencia mit 56, Alzira mit 32, Castelló de la Plana mit 13 und Elche mit 9 gemeldeten Vorfällen. Im Raum Alzira standen vor allem überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und blockierte Wege im Fokus. Der Provinzfeuerwehrverband berichtet von etwa 13 wetterbedingten Einsätzen am Freitagnachmittag und -abend, darunter auch Rettungsaktionen für Autofahrer, die sich in ihren Fahrzeugen befanden und befreit werden mussten. Zusätzlich prüften die Einsatzkräfte Gebäude mit potenziell einsturzgefährdeten Fassadenteilen und hoben verstopfte Gullydeckel an. In den frühen Morgenstunden konzentrierte sich die Arbeit der Feuerwehr auf die Kontrolle der Wasserstände und die Überwachung gefährdeter Balkone.

Lokale Behörden ziehen Konsequenzen

Als Vorsichtsmaßnahme bleiben an diesem Samstag die kommunalen Naturparks und der Friedhof von Alzira geschlossen. Sämtliche Sporteinrichtungen sollen sogar bis Montag nicht genutzt werden können. Aufgrund des hohen Wasserstands des Barranc de la Murta wurden zudem alle diesen Bachlauf querenden Landstraßen gesperrt, darunter der Camí de Sant Bernabé und die Landstraße CV-505 nach Albalat, wie die Stadtverwaltung bekannt gab.

Die Gewitterzelle hatte sich laut Aemet am Nachmittag über dem Gebiet von Alzira gebildet und wies in der Gegend um Barraca d'Aigües Vives eine lokal extrem hohe Intensität mit teils stürmischem Charakter auf. Weitere Gewitterherde entstanden im Küstenbereich von Valldigna und Safor.

Avamet weist auf die besondere mikroklimatische Situation der Region hin: Während in La Murta innerhalb weniger Stunden fast 186 Liter pro Quadratmeter niedergingen, blieb es in der nur zehn Kilometer entfernten Gemeinde La Pobla Llarga nahezu trocken.

Wetterlage bleibt angespannt

Für den heutigen Samstag warnt die Wetteragentur vor einer Fortsetzung der angespannten Lage. Für die Küstenab schnitte von Castellón, Valencia und dem Norden Alicantes gelten weiterhin Warnungen vor Starkregen mit Intensitäten von möglicherweise bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Innerhalb von zwei bis drei Stunden seien sogar Ansammlungen von bis zu 60 Litern nicht ausgeschlossen, hieß es.


Quelle: europapress.es

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