34 Tonnen Müll aus Balearen-Gewässern gefischt

Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.

Balearische Inseln

34 Tonnen Müll aus Balearen-Gewässern gefischt

von Redaktion2 Min. Lesezeit

Bilanz der Sommersaison

Die Müllsammelaktion vor den Balearen ist in diesem Jahr auf beachtliche Zahlen gekommen. Zwischen Mai und September zogen die Reinigungskräfte rund 34,2 Tonnen Abfall aus dem Wasser und von den Stränden des Archipels. Das teilte die Regionalregierung am Donnerstag mit.

Flotte im Dauereinsatz

Koordiniert wurde der Einsatz vom Hafenbetreiber PortsIB. Insgesamt waren dafür 23 Boote im Dienst – 15 speziell für Strandnähe und acht für den küstennahen Bereich. Die Crews sammelten nicht nur sichtbaren Unrat ein, sondern auch gefährliche Gegenstände, die für Schwimmer und Bootsführer zur Gefahr werden könnten.

Mit Abstand die meiste Arbeit gab es rund um Mallorca: Dort kamen 17,5 Tonnen zusammen. Es folgten Ibiza mit 7,9 Tonnen, Menorca mit 6,7 Tonnen und Formentera mit zwei Tonnen. Interessant ist der Unterschied nach Bootstyp: Die Strandboote holten 16 Tonnen, die Litoral-Boote sogar 18,1 Tonnen.

Auf Mallorca waren die Küstenabschnitte von Felanitx mit 2,8 Tonnen am stärksten betroffen, gefolgt von Pollença mit 2,3 sowie Santanyí und Andratx mit jeweils 2,1 Tonnen. Auf Menorca führte Ciutadella die Statistik mit 1,8 Tonnen an, während auf Ibiza vor allem vor Sant Josep de sa Talaia mit 5,1 Tonnen eingesammelt wurde.

Hauptsächlich Plastik und Holz

Blickt man auf das Material, wird das bekannte Problem deutlich: Plastik machte mit 15,8 Tonnen fast die Hälfte des Mülls aus. Treibholz folgte mit 12,5 Tonnen. Der Rest verteilte sich auf andere Stoffe, Vegetation, organische Abfälle und sogar 54 Kilogramm Öle und Kohlenwasserstoffe.

Neben der regulären Arbeit gab es auch 39 Sondereinsätze. 25 davon wurden über die Notrufnummer 112 oder die Seenotrettung gemeldet – etwa bei gesunkenen Booten oder wenn tonnenschwere Baumstämme im Wasser trieben. Die übrigen Meldungen kamen von Institutionen oder Privatpersonen und betrafen ausgelaufenen Treibstoff, angeschwemmte Plastikteppiche oder Hilfe für Menschen in Not.

Nach eigenen Angaben half das Team unter anderem bei manövrierunfähigen Booten. Ein besonderer Fall: Vor Menorca wurde ein 40 Meter langes Rohr aus dem Meer geholt, und vor Mallorca retteten die Mitarbeiter eine lebende Ziege aus dem Wasser.

Die Reinigungsflotte arbeitet auch mit Wissenschaftseinrichtungen wie dem CSIC, dem Socib und dem Ozeanographischen Institut zusammen. Sie sammeln Daten und unterstützen Untersuchungen zu Quallen und Mikroplastik in den Gewässern der Inseln.


Quelle: europapress.es

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