
Symbolfoto: Dient der Illustration und ist nicht zwingend orts- oder personengebunden.
200 Migranten an Bord: Neues Boot vor El Hierro gesichtet
Erneuter Einsatz vor El Hierro
Die spanische Seenotrettung ist erneut im Süden der Kanareninsel El Hierro im Einsatz. Ein mit etwa 200 Migranten besetztes Holzboot, ein sogenannter Cayuco, wurde am Samstagmorgen nahe der Küste entdeckt und wird nun sicher zum Hafen von La Restinga eskortiert.
Wie die Behörden mitteilten, hatte die Guardia Civil das Schlauchboot gegen 9:00 Uhr morgens etwa 14 Seemeilen südlich des Hafens geortet. Der Alarm löste sofort einen Einsatz des Rettungsschiffs Salvamar Diphda aus, das von Teneriffa aus startete. Bereits 37 Minuten später hatte der Rettungskreuzer Sichtkontakt zur Unglücksstelle und übernahm die Begleitung des Bootes.
Vier Boote binnen 24 Stunden
Die Ankunft im Hafen wird für den späten Vormittag erwartet. Eine offizielle Zählung der Passagiere steht allerdings noch aus, die Schätzungen von rund 200 Personen basieren auf ersten Sichtungen.
Der aktuelle Fall ist bereits die vierte dokumentierte Ankunft vor der kleinen Insel innerhalb weniger Stunden. Erst in der Nacht war ein weiterer Cayuco mit 244 Menschen an Bord in der Nähe von La Restinga abgefangen worden. Bereits am Freitagnachmittag und -abend waren zwei weitere Boote mit insgesamt 123 Insassen registriert worden.
Die ungewöhnlich hohe Zahl von Ankünften in so kurzer Zeit verdeutlicht den anhaltenden Druck auf der gefährlichen Atlantikroute. Die Kanarischen Inseln bleiben trotz der widrigen Bedingungen ein zentrales Ziel für Migranten, die von der afrikanischen Westküste aus aufbrechen. Die Behörden vor Ort arbeiten unter Hochdruck daran, die Ankommenden zu registrieren und medizinisch zu versorgen.
Quelle: europapress.es